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Der Einfluss der Raumplanung auf die Siedlungsentwicklung in Deutschland und der Schweiz: Eine vergleichende Analyse von Steuerungsfähigkeit und -wirkungen

English title The influence of spatial planning on settlement development in Germany and Sitzerland: a comparative analysis of governance capacity and -impacts
Applicant Pütz Marco
Number 173590
Funding scheme Project funding (Div. I-III)
Research institution Swiss Federal Research Inst. WSL Direktion
Institution of higher education Swiss Federal Institute for Forest, Snow and Landscape Research - WSL
Main discipline Social geography and ecology
Start/End 01.04.2018 - 31.03.2021
Approved amount 174'005.00
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Keywords (8)

Governance; Raumplanung; Siedlungsentwicklung; Deutschland; Schweiz; Evaluationsforschung; Implementationsforschung; Praxis

Lay Summary (German)

Lead
In diesem Vorhaben wird der Einfluss der Raumplanung auf die Siedlungsentwicklung in Deutschland und in der Schweiz vergleichend untersucht. Basierend auf einem Modell regionaler Steuerungsfähigkeit (Governance Capacity), quantitativen Analysen der regionalen Siedlungsentwicklung und qualitativen Fallstudien werden die Ursachen der unterschiedlichen Steuerungsfähigkeiten und Steuerungswirkungen analysiert.
Lay summary

Das Forschungsprojekt untersucht den Einfluss der Raumplanung auf die Siedlungsentwicklung. Es zielt darauf ab, eine systematische und flächendeckende komparative Analyse der regionalen Siedlungsentwicklung (Steuerungsergebnisse) mit einer quantitativen und qualitativen detaillierten Analyse von Planinhalten, Prozessen der Planerstellung und Planimplementation zu verbinden. So werden Rückschlüsse auf die Steuerungsform und -stärke unterschiedlicher Regional Governance-Arrangements in einer international vergleichenden Perspektive erarbeitet. Hinausgehend über die Befunde aus steuerungstheoretischen Untersuchungen zur Regionalplanung aus den 1990er-Jahren, wird hier eine Regional-Governance-Perspektive eingenommen. Damit wird das Muster von Institutionen, Akteurskonstellationen und Interaktionen der Siedlungsentwicklung grundsätzlich erweitert. Governance bedeutet für die Regionalplanung nicht nur die Frage, wie diese steuert, sondern auch wie sie von anderen gesteuert wird. Das Innovative des Forschungsvorhabens ist, den nach wie vor „weichen“ Begriff der Regional Governance mit einem vergleichsweise „harten“ politischen Aufgabenfeld, der Steuerung der regionalen Siedlungsentwicklung, zu verknüpfen. Dabei stellen sich folgende Leitfragen: Welcher Einfluss der Raumplanung zur Steuerung der Siedlungsentwicklung kann empirisch nachgewiesen werden? Wie unterscheiden sich dieser Einfluss von anderen Einflussfaktoren auf die Steuerung der Siedlungsentwicklung? Wie kann die Steuerungsfähigkeit (governance capacity) der räumlichen Planung konzeptualisiert  und gemessen werden? Wie unterscheidet sich die Steuerungsfähigkeit der räumlichen Planung zwischen Deutschland und der Schweiz sowie innerhalb der Nationalstaaten zwischen Bundesländern und Kantonen?

Direct link to Lay Summary Last update: 26.07.2018

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Abstract

In diesem Vorhaben wird der Einfluss der Raumplanung auf die Siedlungsentwicklung in Deutschland und in der Schweiz vergleichend untersucht. Dabei wird von drei Hypothesen ausgegangen: H1: Die Regionalplanung übt einen auch im Kontext anderer Einflussfaktoren messbaren und signifikanten Einfluss auf Umfang und Muster der regionalen Siedlungstätigkeit aus. H2: Der Einfluss der Regionalplanung auf die Siedlungsentwicklung ist abhängig von der Regional Governance-Capacity. Je größer die Governance Capacity, desto stärker der Einfluss der Regionalplanung auf die Siedlungsentwicklung. H3: Die Regional Governance-Capacity variiert zwischen Regionen eines Nationalstaates stärker als zwischen Nationalstaaten. Im ersten Arbeitsschritt der flächendeckenden Analyse wird dazu ein Modell regionaler Governance-Capacity entworfen und mit Indikatoren operationalisiert, die empirisch gefüllt werden. Die Ergebnisse werden Analysen der regionalen Siedlungsentwicklung gegenübergestellt. Als Ergebnis der Korrelations-, Regressionsanalysen und Clusteranalysen wird eine länderübergreifende Typisierung der Regionen entwickelt. Diese dientauch als Grundlage für die Auswahl der 5 Fallstudien (je zwei aus Deutschland und der Schweiz und die Rgeion Basel). In den Fallstudien wird den Ursachen der unterschiedlichen Governance-Kapazitäten und Steuerungswirkungen nachgegangen.
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