Project

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Wissenschaftsbasierte Gründungen an Fachhochschulen - eine Genderperspektive

English title Science based spin-offs at Universities of Applied Sciences - a gender perspective
Applicant Liebig Brigitte
Number 172554
Funding scheme Project funding (Div. I-III)
Research institution Institut für Kooperationsforschung und -entwicklung Hochschule für Angewandte Psychologie FHNW
Institution of higher education University of Applied Sciences and Arts Northwestern Switzerland (without UTE) - FHNW
Main discipline Sociology
Start/End 01.08.2017 - 31.10.2020
Approved amount 491'398.00
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All Disciplines (2)

Discipline
Sociology
Applied psychology

Keywords (8)

science based spin-offs; universities of applied sciences; Switzerland; gender; social innovation; institutional conditions; individual needs; recommendations

Lay Summary (German)

Lead
Im Zuge der Reformen des Hochschulwesens gewinnt die Förderung von wissenschaftsbasierten Gründungen (Spin-Offs) eine zunehmende Bedeutung. Erste Erhebungen legen jedoch dar, dass an den Hochschulen deutlich seltener Frauen als Männer ausgründen. Dieses Projekt geht den zentralen Rahmenbedingungen für die Gründungstätigkeiten von Forscherinnen und Forschern an den sieben öffentlich-rechtlichen Fachhochschulen der Schweiz nach und leitet daraus Handlungsempfehlungen ab.
Lay summary

Dieses Projekt gilt nicht nur der Analyse der institutionellen Voraussetzungen für Gründungsaktivitäten an Schweizer Fachhochschule, sondern auch den Handlungsorientierungen und Bedürfnissen, die (potentielle) Gründer und Gründerinnen an ihre Hochschulen herantragen. Neben den Gründungsneigungen und -aktivitäten im MINT-Bereich (Technik, ICT, Chemie, Life Sciences) und deren Voraussetzungen werden dabei die Bedingungen in weniger gründungsaffinen Fachbereichen untersucht (u.a. Soziale Arbeit, Kunst/Design).

Methodische Grundlage des Projekts bilden qualitative und quantitative Verfahren der empirischen Sozialforschung, die ergänzend zum Einsatz gelangen. Neben der Analyse von Dokumenten und statistischen Angaben zu Spin-Offs an Fachhochschulen, werden leitfadengestützte Interviews mit (potentiellen) Gründern/innen in Gründerprogrammen sowie an F&E-Instituten unterschiedlicher Fachbereiche durchgeführt. Die Resultate werden durch eine schweizweite schriftliche Befragung von von Forscherinnen und Forschern an den Fachhochschulen ergänzt und validiert. Der Vergleich der Hochschulen und Fachbereiche soll erlauben, Interdependenzen zwischen institutionellen Rahmenbedingungen und Gründungsneigungen und -aktivitäten von Akademiker/innen in ihrer Kontextbedingtheit zu erkennen.

Wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Kontext

Das Projekt wird nicht nur einen Beitrag zur Theoriedebatte leisten, sondern auch empirisch fundiertes Wissen zu den möglicherweise spezifischen Voraussetzungen generieren, welche (potentielle) Gründerinnen und Gründer mit unterschiedlichem Wissenschaftsprofil an Fachhochschulen der Schweiz vorfinden. Die daraus abgeleiteten Handlungsempfehlungen sollen für die Hochschulen und deren gleichstellungspolitische Agenda sowie für hochschul- und forschungspolitische Gremien wertvolle Hinweise zur Förderung und Unterstützung von Innovationstätigkeiten bereitstellen.

Direct link to Lay Summary Last update: 07.07.2017

Responsible applicant and co-applicants

Employees

Publications

Publication
Fachhochschulen als Start-Up-Schmieden? Voraussetzungen der Gründungsförderung in der Schweiz
Morandi Pietro, Liebig Brigitte, Bläse Richard, Fachhochschulen als Start-Up-Schmieden? Voraussetzungen der Gründungsförderung in der Schweiz, in Zeitschrift für Hochschulentwicklung, 14(2).
To whom it may concern? Gründungsförderung und Gleichstellung an Schweizer Fachhochschulen
Liebig Brigitte, Schneider Noemi, To whom it may concern? Gründungsförderung und Gleichstellung an Schweizer Fachhochschulen, in Zeitschrift für Geschlecht, Kultur und Gesellschaft, 11(2).

Scientific events

Active participation

Title Type of contribution Title of article or contribution Date Place Persons involved
Durchführung einer Lehrveranstaltung FS 2018 Individual talk Gender und Innovation 01.02.2019 Universität Basel, Switzerland Liebig Brigitte;
Wissenschaftliches Kolloquium, Hochschule für Wirtschaft FHNW Individual talk Wissenschaftsbasiertes Gründen an Schweizer Fachhochschulen 29.11.2018 Hochschule für Wirtschaft FHNW Brugg-Windisch, Switzerland Schneider Noemi; Liebig Brigitte; Bläse Richard; Morandi Pietro;
Gendersensible Berufsorientierung und Berufswahl: Beiträge aus der Forschung und Praxis Talk given at a conference Innovation und Entrepreneurship - kein Feld für Frauen? 26.10.2018 Pädagogische Hochschule FHNW, Solothurn , Switzerland Liebig Brigitte;
Interdisziplinäre Jahreskonferenz zu Entrepreneurship, Innovation und Mittelstand Talk given at a conference Finanzierungsstrukturen und Innovation. Das Beispiel der Schweizer Fachhochschulen 11.10.2018 Universität Hohenheim, Germany Bläse Richard; Morandi Pietro; Liebig Brigitte;
IECER - Entrepreneurship Conference 2018 Talk given at a conference Lost in translation - Are Swiss Universities of Applied Sciences too entrepreneurial to promote science-based start-ups? 26.09.2018 Univ. Innsbruck, Austria Morandi Pietro; Bläse Richard; Liebig Brigitte;
Konferenz „Transfer neu denken – Akademisches Unternehmertum stärken! Poster Academic Entrepreneurship an Schweizer Fachhochschulen. Eine Genderperspektive 18.06.2018 Fraunhofer IAO | Center for Responsible Research and Innovation CeRRI, Germany Liebig Brigitte; Morandi Pietro; Bläse Richard; Schneider Noemi;
The Case of Switzerland. 20th International Conference on Gender Equality in Education Talk given at a conference Persisting Gender Gap in the Field of Academic Entrepreneurship 12.04.2018 Venedig, Italy Liebig Brigitte; Bläse Richard; Morandi Pietro; Schneider Noemi;
Gender Equality? Promoting the Careers of Young Researchers Working in an Interdisciplinary Field Talk given at a conference Academic Entrepreneurship at Universities – no field for Women? 22.03.2018 Universität Zürich, Switzerland Liebig Brigitte;
Vortrag Ressort Grundlagen, Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation SBFI Individual talk Rahmenbedingungen für wissenschaftsbasierte Gründungen an Fachhochschulen 27.02.2018 Bern, Switzerland Liebig Brigitte; Bläse Richard; Morandi Pietro;
Stimulating Student Innovation and Entrepreneurship Talk given at a conference Promoting Science Based Spin-Offs @Swiss Universities of Applied Sciences 23.11.2017 Univ. Fribourg/HES-SO, Switzerland Bläse Richard; Liebig Brigitte; Morandi Pietro;


Knowledge transfer events



Self-organised

Title Date Place
Gründen an der FHNW! Bedingungen – Herausforderungen – Gründer*innen 18.10.2018 Campus Brugg-Windisch FHNW, Switzerland

Communication with the public

Communication Title Media Place Year
Talks/events/exhibitions Ausstellung: Gründen an der FHNW German-speaking Switzerland 2018
New media (web, blogs, podcasts, news feeds etc.) SPOF Eigene Webseite Rhaeto-Romanic Switzerland International German-speaking Switzerland Italian-speaking Switzerland Western Switzerland 2018

Abstract

Im Zuge von Reformen gewinnt die Förderung von wissenschaftsbasierten Gründungen an den Hochschulen eine zunehmende Bedeutung. Erste Erhebungen legen allerdings dar, dass Akademikerinnen deutlich seltener als Akademiker ausgründen. Dieses Projekt verfolgt das Ziel, in besonderer Berücksichtigung der sozialen Kategorie Geschlecht zentrale Rahmenbedingungen für wissenschaftsbasierte Gründungen an Hochschulen zu identifizieren. Seine Aufmerksamkeit gilt in diesem Zusammenhang den sieben öffentlich-rechtlichen Fachhochschulen der Schweiz als institutionellen Kontexten. Anschliessend an Perspektiven der soziologischen Geschlechterforschung zu Entrepreneurship und Organisationen sowie instutionalistische Ansätze der Ökonomie, werden Gründungsneigungen und -aktivitäten an Hochschulen als eingebunden in komplexe strukturelle und institutionelle Bedingungen begriffen. Im Zentrum der Analyse stehen neben ausgewählten strukturellen (auch gleichstellungspolitischen) Bedingungen insbesondere die institutionellen Voraussetzungen für Gründungsaktivitäten von Akademiker/innen aus unterschiedlichen Fachbereichen der Hochschulen. Überdies werden Handlungsorientierungen und Bedürfnisse untersucht, welche Akademikerinnen/Akademiker im Zusammenhang von Gründungsaktivitäten an die Hochschulen herantragen. Neben Gründungsneigungen und -aktivitäten im MINT-Bereich (u.a. Technik und IT, Chemie und Life Sciences) bilden dabei auch die Voraussetzungen von Gründungen im Bereich bis anhin weniger gründungsaffiner Fachbereiche (u.a. Soziale Arbeit, Kunst/Design) Gegenstand der Analyse. Methodische Grundlage des Projekts bilden qualitative und quantitative Verfahren der empirischen Sozialforschung, die ergänzend zum Einsatz gelangen. Neben der Analyse von Dokumenten und statistischen Angaben zu Spin-Offs an den Fachhochschulen, werden leitfadengestützte Interviews mit (potentiellen) Gründern/innen in Gründerprogrammen sowie an F&E-Instituten unterschiedlicher Fachbereiche durchgeführt. Die Resultate werden durch eine schweizweite schriftliche Befragung von Akademiker/innen unterschiedlicher Funktionsstufen an den Fachhochschulen ergänzt und validiert. Der Vergleich der Fachhochschulen und Fachbereiche soll erlauben, Interdependenzen zwischen institutionellen Rahmenbedingungen und Gründungsneigungen und -aktivitäten von Akademiker/innen in ihrer Kontextbedingtheit zu erkennen. Dabei geht es auch darum, handlungsleitende Orientierungen zu Entrepreneurship und Innovation in ihren Engführungen und Konsequenzen für Gründungsaktivitäten an den Hochschulen auf der Basis einer genderbezogenen Perspektive zu beleuchten und kritisch zu reflektieren.Das Projekt wird nicht nur einen Beitrag zur Theoriedebatte leisten, sondern auch empirisch fundiertes Wissen zu den möglicherweise spezifischen Voraussetzungen generieren, welche (potentielle) Gründerinnen und Gründer mit unterschiedlichem Wissenschaftsprofil an Fachhochschulen der Schweiz vorfinden. Die daraus abgeleiteten Handlungsempfehlungen sollen für die Hochschulen und deren gleichstellungspolitische Agenda sowie für hochschul-und forschungspolitische Gremien wertvolle Hinweise zur Förderung und Unterstützung von Innovationen an Hochschulen bereitstellen.
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