Projekt

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Transitionen von der Erstausbildung ins Erwerbsleben

Titel Englisch Transitions from Education to Employment
Gesuchsteller/in Jann Ben
Nummer 170404
Förderungsinstrument Forschungsinfrastrukturen
Forschungseinrichtung Universität Bern Institut für Soziologie
Hochschule Universität Bern – BE
Hauptdisziplin Soziologie
Beginn/Ende 01.04.2017 - 31.12.2020
Bewilligter Betrag 5'000'000.00
Alle Daten anzeigen

Alle Disziplinen (7)

Disziplin
Soziologie
Sozialmedizinische Probleme der Jugend
Psychische Störungen, Psychosomatische Leiden
Erziehungs- und Bildungswissenschaften
Psychologie
Betriebswirtschaftslehre
Volkswirtschaftslehre

Keywords (14)

cognitive & non-cognitive skills; multi-cohort survey; occupational pathways & careers; lifecourse research; educational pathways & careers; inter-disciplinary; gender; Switzerland; multi-user survey; panel survey school-to-work transition; school-to-work transitions

Lay Summary (Deutsch)

Lead
Transitions from Education to Employment (TREE) ist eine interdisziplinäre Multi-Kohorten-Panelstudie, welche die Ausbildungs-, Erwerbs- und Lebenswege von zwei Schweizer Schulabgänger-Kohorten längsschnittlich wissenschaftlich beobachtet. Die beiden Kohorten liegen 16 Jahre auseinander (Kohortenstart 2000 bzw. 2016).
Lay summary

Inhalt und Ziel des Forschungsprojekts

Die erste Kohorte (TREE1) hat das Ende der Pflichtschulzeit im Jahr 2000 erreicht und ist heute über 30 Jahre alt. Der 15-jährige Beobachtungszeitraum (2000-2014), in dem die Kohorte bisher insgesamt neun Mal befragt wurde, erstreckt sich biografisch vom letzten Jahr der obligatorischen Schule bis ins mittlere Erwachsenalter. Eine weitere Befragungswelle im Alter von rund 35 Jahren ist für 2019 geplant. Die zweite TREE-Kohorte (TREE2) wurde 2016 im letzten obligatorischen Schuljahr  erstbefragt. Bis 2020 sind vier Nachbefragungen im Jahresrhythmus geplant. Erste Daten werden ab 2019 vorliegen.
Beide Längsschnitte basieren auf grossen nationalen Stichproben-Erhebungen (N > 6'000) zur Leistungsmessung im Schulkontext am Ende der obligatorischen Schule: TREE1 auf PISA 2000, TREE2 auf ÜGK 2016, einer umfangreichen nationalen Erhebung zu Mathematik-Kompetenzen. Neben Leistungs- bzw. Kompetenzmessungen beinhalten die beiden Basisbefragungen detaillierte Erhebungen zum schulischen und familiären Hintergrund, zu kognitiven und nicht-kognitiven Kompetenzen sowie zu Erfahrungen, Einstellungen, Motivationen und weiteren psychologischen Merkmalen am Ende der obligatorischen Schule.

Wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Kontext

Als sozialwissenschaftliches Infrastrukturprojekt stellt TREE die erhobenen Längsschnitt-Daten einer interdisziplinären und internationalen Forschungsgemeinschaft zur Verfügung. Die Scientific Community erhält so Zugang zu qualitativ hochwertigen, detaillierten und längsschnittlichen Mikrodaten für zwei national und regional repräsentative Schulabgangskohorten. Das international anschlussfähige Multi-Kohorten-Design ermöglicht kohorten- und ländervergleichende Analysen. TREE leistet über die Grundlagenforschung hinaus auch einen wichtigen Beitrag zum Bildungsmonitoring der Schweiz.

Projekt-Website

www.tree.unibe.ch

Direktlink auf Lay Summary Letzte Aktualisierung: 10.03.2017

Verantw. Gesuchsteller/in und weitere Gesuchstellende

Mitarbeitende

Verbundene Projekte

Nummer Titel Start Förderungsinstrument
150998 Transitionen von der Erstausbildung ins Erwerbsleben 01.04.2014 Resource not found: 'dd3625ce-889b-467e-b088-7d813cb4324c'

Abstract

Transitions from Education to Employment (TREE) ist eine sozialwissenschaftliche Längsschnitt-Erhebung, welche auf die Ausbildungs- und Erwerbs- und Lebenswege von zwei Schweizer Schulabgänger-Kohorten fokussiert. Die erste Kohorte (TREE1) hat das Schulsystem im Jahr 2000 verlassen und ist heute über 30 Jahre alt. Der 15-jährige Beobachtungszeitraum (2000-2014), in dem die Kohorte bisher insgesamt neun Mal befragt wurde, erstreckt sich biografisch vom letzten Jahr der obligatorischen Schule bis zum beginnenden mittleren Erwachsenalter. Die zweite TREE-Kohorte (TREE2) befand sich im Schuljahr 2015/16 in der 9. Klasse und wurde an dessen Ende aus der Schulpflicht entlassen. Beide Längsschnitte basieren auf grossen nationalen Stichproben-Erhebungen zur Leistungsmessung im Schulkontext am Ende der obligatorischen Schule: TREE1 auf PISA 2000, TREE2 auf ÜGK 2016, einer umfangreichen nationalen Erhebung zu Mathematik-Kompetenzen. Neben Leistungs- bzw. Kompetenzmessungen beinhalten die beiden Basisbefragungen detaillierte Erhebungen zum schulischen und familiären Hintergrund, zu kognitiven Kompetenzen sowie zu den Erfahrungen, Einstellungen, Motivationen und weiteren psychologischen Merkmalen am Ende der obligatorischen Schule.Als Dateninfrastrukturprojekt bereitet TREE die erhobenen Längsschnitt-Daten als voll dokumentierte Scientific Use Files auf und stellt diese einer interdisziplinären und internationalen Forschungsgemeinschaft zur Verfügung. Bis heute haben über 230 Forschende aus dem In- und Ausland und aus allen forschungsfeldrelevanten sozialwissenschaftlichen Disziplinen die Daten der ersten TREE-Kohorte zur Nutzung bezogen. Damit gehört TREE zu den fünf bestgenutzten sozialwissenschaftlichen Forschungsinfrastrukturen der Schweiz.Mit dem vorliegenden Forschungsantrag beantragt TREE einerseits Mittel, um für die erste TREE-Kohorte (TREE1) eine weitere, zehnte Befragungswelle im Jahr 2019 durchzuführen. Die Kohorte wird dannzumal im Mittel ca. 35 Jahre alt sein. Andererseits werden Mittel beantragt, um die nachobligatorischen Ausbildungs- und Erwerbsverläufe der zweiten TREE-Kohorte (TREE2) längsschnittlich zu untersuchen. Während der vierjährigen Beitragsperiode (2017-2021) wird die Mehrheit der Kohortenmitglieder Ausbildungsgänge der Sekundarstufe II durchlaufen und anschliessend in den Arbeitsmarkt oder in Ausbildungen auf Tertiärstufe übertreten. Für diese kritische Übergangsphase sehen wir wie insgesamt fünf Nachbefragungen im Jahresrhythmus vor, die ganz oder teilweise in die hier zur Debatte stehende Förderperiode fallen. Mit der zehnten Nachbefragung von TREE1 im Jahr 2019 kann die längsschnittlich beobachtete Zeitspanne um weitere fünf auf rund 20 Jahre und bis ins mittlere Erwachsenenalter ausgeweitet werden. 2019 werden die Kohortenmitglieder, die eine berufliche Grundbildung abgeschlossen haben, zu einem guten Teil bereits zwölf bis 15 Jahre auf dem Arbeitsmarkt sein. Selbst Absolventinnen und Absolventen von längeren universitären Ausbildungen werden diese 2019 grösstenteils abgeschlossen und den Übertritt ins Erwerbsleben vollzogen haben. Zu diesem Zeitpunkt wird die Mehrheit der Kohorte in die Familienphase eingetreten sein. Rund ein Drittel der Befragten hatten bereits 2014, zum Zeitpunkt der letzten Befragung, Kinder, mit denen sie in vielfältigen Familienkonstellationen leben. Die Fortführung des ersten Längsschnitts dürfte es somit erlauben, Phasen der beruflichen Konsolidierung vor dem Hintergrund von vielfältigen familiären, individuellen und kontextuellen Ausgangsbedingungen zu analysieren, die über eine ungewöhnlich lange, bis zur obligatorischen Schule zurückreichende Beobachtungsspanne prospektiv erfasst worden sind. Der unmittelbare Nutzen der Fortführung des zweiten Längsschnitts TREE2 besteht darin, dass die Scientific Community Zugang zu qualitativ hochwertigen, detaillierten und längsschnittlichen Mikrodaten für eine Kohorte von heutigen Schulabgängerinnen und abgängern erhält. Die aktuellen Längsschnittdaten ermöglichen es, die Dynamik der School-to-Work-Transitions in der Schweiz vor dem Hintergrund stark veränderter Gegebenheiten vertieft zu analysieren.Dank dem Multi-Kohorten-Design wird zugleich eine Grundlage für kohortenvergleichende Analysen geschaffen. Der entsprechend anschlussfähig konzipierte zweite Längsschnitt verbessert auch die Möglichkeiten für international vergleichende Längsschnittstudien substanziell. Beide TREE-Längsschnitte leisten über die Grundlagenforschung hinaus einen wichtigen Beitrag ans Bildungsmonitoring der Schweiz.
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