Project

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Katalogisierung der mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Handschriften in kleinen und mittleren Sammlungen der Schweiz

English title Cataloguing of the medieval and early modern manuscripts in minor and medium-scale collections of Switzerland
Applicant Dill Ulrich
Number 157989
Funding scheme Editionen
Research institution Abteilung Handschriften und Alte Drucke Universitätsbibliothek Universität Basel
Institution of higher education Non-profit organisations (libraries, museums, foundations) and administration - NPO
Main discipline General history (without pre-and early history)
Start/End 01.04.2017 - 31.12.2020
Approved amount 260'253.00
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All Disciplines (11)

Discipline
General history (without pre-and early history)
Musicology
German and English languages and literature
Other languages and literature
Arts
Philosophy
Visual arts and Art history
Religious studies, Theology
Ancient history and Classical studies
Ecclesiastical history
Swiss history

Keywords (10)

Fribourg, Couvent des Cordeliers; Beromünster, Stift St. Michael; kowledge in the Middle Ages; history of libraries; medieval piety; illuminated manuscripts; medieval manuscripts; history of Switzerland; manuscript catalogues; history of books

Lay Summary (German)

Lead
Handschriften bilden eine der wichtigsten Quellen der Mediävistik. In ihnen sind die Texte und Bilder überliefert, auf denen Forschungen aller Fachrichtungen beruhen. In kirchlichen und öffentlichen Institutionen der Schweiz haben über 7000 Handschriften aus dem Mittelalter (Fragmente und Verwaltungsgut nicht eingerechnet) überlebt.
Lay summary

Inhalt und Ziel des Forschungsprojekts

Nur durch die flächendeckende Erfassung und Erschliessung der erhaltenen Handschriften kann die Einzelforschung die für sie relevanten Quellen identifizieren und bearbeiten. Während die grossen Bibliotheken diese Erschliessungsarbeit selber ausführen, fehlt den kleinen und mittleren Bibliotheken in der Regel das dafür erforderliche Personal. Das Kuratorium „Katalogisierung der mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Handschriften der Schweiz“ der SAGW wurde gegründet, um auch diesen Institutionen die fachgerechte Erschliessung zu ermöglichen. Es begleitet seit 1989/90 Katalogisierungsprojekte von Handschriften in 20 Bibliotheken und Archiven. Im Rahmen des Projekts sollen die verbleibenden gut 500 Handschriften in den bisher nicht berücksichtigten kleinen und mittleren Bibliotheken bearbeitet werden. In der Periode 2017-2021 sollen die Handschriftenbestände des Stifts St. Michael in Beromünster und des Franziskanerklosters (Cordeliers) in Fribourg bearbeitet werden.

 

Wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Kontext

Die fachgerechte Erschliessung der Handschriften bildet eine der wichtigsten Grundlagen für die Arbeit der Mittelalterforschung in all ihren Aspekten. Die Tiefenerschliessung kann selber schon zu wissenschaftlichen Erkenntnisfortschritten durch Neufunde, Neuidentifizierungen und Neubewertungen beitragen. Gut erschlossene und zugängliche Handschriftenbestände regen aber vor allem die weitere wissenschaftliche Erforschung an. Und sie erleichtern die darauf aufbauende wissenschaftliche Beschäftigung mit Handschriften. Dies ist heute, da eine solide Ausbildung in den historischen Hilfswissenschaften keine Selbstverständlichkeit mehr ist, von immer grösserer Bedeutung.
Direct link to Lay Summary Last update: 01.03.2017

Responsible applicant and co-applicants

Employees

Associated projects

Number Title Start Funding scheme
131749 Katalogisierung der mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Handschriften des Luzerner Franziskanerklosters St. Maria in der Au in der Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern 01.04.2011 Project funding (Div. I-III)
149852 Katalogisierung der mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Handschriften verschiedener Provenienzen in der Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern und in weiteren Luzerner Bibliotheken und Archiven 01.04.2014 Project funding (special)
115898 Katalogisierung der mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Handschriften des Klosters St. Urban in der Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern 01.04.2008 Project funding (Div. I-III)

Abstract

Die wissenschaftliche Erschliessung der mittelalterlichen Handschriften bildet eine der wichtigsten Grundlagen für die Arbeit der Mittelalterforschung in all ihren Aspekten. Nur durch die flächendeckende Erfassung der erhaltenen Texte und bildlichen Darstellungen kann die Einzelforschung die für sie relevanten Überlieferungen identifizieren und bearbeiten. Während die grossen Bibliotheken diese Aufgabe selbst an die Hand genommen haben und weiterführen, fehlt den mittleren und kleinen Bibliotheken in der Regel das erforderliche qualifizierte Personal. Das Kuratorium „Katalogisierung der mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Handschriften der Schweiz“ der SAGW wurde gegründet, um auch diesen Institutionen die fachgerechte Erschliessung zu ermöglichen. Es begleitet seit 1989/90 Katalogisierungsprojekte von Handschriften in 20 Bibliotheken und Archiven. Bis 2013 wurden sechs Kataloge mit über 500 Handschriftenbeschreibungen publiziert, die jeweils nach einer Karenzzeit auf der Website des Urs Graf Verlags online zugänglich sind. Die Katalogisate werden ausserdem von der virtuellen Bibliothek e-codices regelmässig als Metadaten verwendet. Ein weiterer Katalog mit rund 130 Beschreibungen wird 2017 fertiggestellt. Im Rahmen des Call for editions beantragen Vertreter/-innen des genannten Kuratoriums ein Langzeitprojekt von 24 Jahren, welches die verbleibenden gut 500 Handschriften in den bisher nicht berücksichtigten kleinen und mittleren Bibliotheken abdecken soll. Die entstehenden Handschriftenbeschreibungen werden online in bestehenden kooperativen Katalogen und Plattformen (Verbundkatalog HAN, e-codices) zugänglich gemacht und, falls von den jeweiligen Bibliotheken gewünscht, auch in gedruckter Form publiziert werden.Für die Projektperiode 2017-2021 ersuchen die Antragsteller um Mittel für die Katalogisierung des Bestandes im Stift St. Michael in Beromünster (2017-2019, 50 Handschriften) und des Franziskanerklosters (Cordeliers) in Fribourg (2019-2021, 50 von insgesamt 90 Handschriften), von insgesamt also 100 Handschriften.Die Projekte der folgenden Jahre werden die verbleibenden mittelalterlichen Handschriften in Freiburg, mittelgrosse Bestände in der französischen Schweiz (Sion, Lausanne, Neuchâtel), in der deutschen Schweiz (Wil, Winterthur, Zug) sowie Streubestände in verschiedenen Landesteilen erfassen. Mit dem Abschluss des Projektes sind damit alle Handschriften ausserhalb der grossen Bibliotheken für die Mittelalterforschung aufbereitet.
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