Projekt

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Anton Webern Gesamtausgabe

Titel Englisch Anton Webern Complete Edition
Gesuchsteller/in Schmidt Matthias
Nummer 157968
Förderungsinstrument Infrastrukturen
Forschungseinrichtung Musikwissenschaftliches Seminar Universität Basel
Hochschule Universität Basel - BS
Disziplinen Musikologie
Beginn/Ende 01.04.2017 - 31.12.2020
Bewilligter Betrag 1'303'294.00
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Keywords (4)

Source Studies, Critical Edition, Musicology , Philology

Lay Summary (Deutsch)

Lead
Anton Webern Gesamtausgabe
Lay summary
Die Anton Webern Gesamtausgabe (AWG) ist eine historisch-kritische Edition, die das gesamte kompositorische Schaffen Anton Weberns der Öffentlichkeit in wissenschaftlich angemessener und der musikalischen Praxis dienender Form zugänglich machen will. Die Edition beinhaltet nicht nur die von Webern selbst zum Druck beförderten Werke, sondern auch deren unpublizierte Fassungen, zu Lebzeiten unveröffentlichte Kompositionen, Jugend- und Studienkompositionen sowie Fragmente, Skizzen und Bearbeitungen.

Die AWG entsteht am Musikwissenschaftlichen Seminar der Universität Basel in enger inhaltlicher Zusammenarbeit mit der Paul Sacher Stiftung, Basel, wo der grösste Teil der überlieferten Webern-Quellen aufbewahrt wird. Außerdem wurde in einer Kooperation mit der Österreichischen Akademie der Wissenschaften eine Wiener Arbeitsstelle eingerichtet, die insbesondere Dokumente zur Werkgeschichte, Rezeption und zum historischen Kontext recherchiert.

Erscheinen wird die AWG in einer Print-/Online-Hybrid-Edition, deren gedruckte Bände bei der Universal Edition, Wien publiziert werden.

Die AWG versteht sich als Kompetenzzentrum, in dem neben den editorischen auch archivarische, dokumentarische, analytisch-forschende, kommunizierende, dienstleistende und organisatorische Tätigkeiten vernetzt werden. (Siehe auch die Projekt-Website: http://anton-webern.ch)
Direktlink auf Lay Summary Letzte Aktualisierung: 09.12.2016

Verantw. Gesuchsteller/in und weitere Gesuchstellende

Mitarbeitende

Verbundene Projekte

Nummer Titel Start Förderungsinstrument
113769 Anton Webern: Ausgabe sämtlicher Werke 01.10.2006 Projektförderung (Abt. I-III)
162871 Anton Webern Gesamtausgabe 01.10.2015 Projektförderung (spezial)
126789 Anton Webern: Ausgabe sämtlicher Werke 01.10.2009 Projektförderung (Abt. I-III)
143565 Anton Webern: Ausgabe sämtlicher Werke 01.10.2012 Projektförderung (spezial)

Abstract

Die Anton Webern Gesamtausgabe (AWG) ist eine historisch-kritische Edition, die das gesamte kompositorische Schaffen Anton Weberns (1883–1945) der Öffentlichkeit in wissenschaftlich angemessener und der musikalischen Praxis dienender Form editorisch erschliessen will. Durch das in Vorbereitungsphasen seit 2006 vom SNF geförderte Editionsprojekt wird ein musikwissenschaftliches und -praktisches Desiderat geschlossen. Die kritische Edition greift für ihre Projektarbeit in unabdingbarer Weise auf Bestände der Paul Sacher Stiftung (PSS), Basel, zurück, einer international renommierten Archiveinrichtung, mit der eine enge Kooperation besteht. Der hier vorgelegte Forschungsplan schliesst inhaltlich und konzeptionell an die 2014 beim SNF eingereichte und als innovativ bewertete Projektskizze Nr. 10FE15_157968 an. Die AWG unterscheidet zwischen drei verschiedenen, flexibel anwendbaren und funktional ausgerichteten Editionsformen: Werkedition, (Noten-)Textedition und Quellenedition. Der Zugang zu den Editionen strukturiert sich hybrid in a) ein Modul Print-Edition, das eine Folge von 10 bei der Universal Edition (UE), Wien, zu veröffentlichenden Notenbänden umfasst, sowie b) ein Modul Online-Edition, das nach Open-access-Grundsätzen über das Internet zugängliche Editionsteile beinhaltet und dessen technische Umsetzung sich in einer (im internationalen Vergleich als hochinnovativ qualifizierten) Entwicklungsphase befindet. Beide Zugangsarten stellen parallel zu erarbeitende und sich gegenseitig dynamisch ergänzende Module des Projekts dar. Schnittstelle der beiden Module ist eine Datenbank, die seit 2010 in Zusammenarbeit mit dem Digital Human-ities Lab (DHLab) der Universität Basel unter der webbasierten Forschungsumgebung SALSAH zunächst für die interne Organisation von (seit Projektbeginn gesammelten) digitalisierten Quellenreproduktionen und Kontextmaterialen entwickelt wurde und derzeit zu einer anwendungsorientierten Präsentationsplattform der Online-Editionen (sowie der Kritischen Berichte auch der Print-Editionen) weiter ausgebaut wird. Die permanent zu erweiternde Datenbank ist seit April 2015 über die Projekt-Website http://www.anton-webern.ch in Teilen öffentlich zugänglich. Eine ebenfalls auf dieser Website präsentierte prospektive Simulation der Online-Edition wurde inzwischen zu einem modellhaften Prototyp ausgebaut (http://edition.anton-webern.ch). Die AWG hat durch ihre bisherige Projektarbeit sowohl den Forschungsstand der aktuellen Webern-Forschung substanziell erweitert als auch der musikalischen Praxis Impulse gegeben: insbesondere durch Tagungen und Veröffentlichungen sowie durch die Kooperation mit verschiedenen Interpreten. Diese Impulse werden durch kontinuierliche Forschungsaktivitäten und die bevorstehende Publikation erster Editionsbände intensiviert und werden den Wissenschaftsstandort Basel als Zentrum für Editionen (dessen Relevanz sich zuletzt auch durch die Gründung des Forums für Edition und Erschliessung [FEE] an der Universität Basel manifestiert hat) weiter etablieren. Darüber hinaus bringt die AWG durch die Entwicklung ihres Moduls Online-Edition in Zusammenarbeit mit dem DHLab innovative Ideen in den Bereich der Digital Humanities ein, die vor allem hinsichtlich der Zugänglichkeit von wissenschaftlichen Noteneditionen Massstäbe auch für weitere nationale und internationale Projekte setzen können. Die hier beantragte Förderung bezieht sich auf den Zeitraum vom 1. April 2017 bis zum 30. September 2025 (8 1/2 Jahre), innerhalb dessen das Modul Print-Edition vollständig abgeschlossen werden soll und das Modul Online-Edition auf einen parallel zu den publizierten Bänden bereits funktional benutzbaren und (insbesondere mit Blick auf Noten-Codierung) weiter anschlussfähigen Entwicklungsstand gebracht werden kann.