Project

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Variantengrammatik des Standarddeutschen

English title Regional Variation in the Grammar of Standard German
Applicant Dürscheid Christa
Number 156613
Funding scheme Project funding (Div. I-III)
Research institution Deutsches Seminar Universität Zürich
Institution of higher education University of Zurich - ZH
Main discipline German and English languages and literature
Start/End 01.02.2015 - 30.09.2018
Approved amount 894'904.00
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Keywords (6)

Grammar; Variational linguistics; Standard German; Corpus linguistics; Pluricentricity; Variation

Lay Summary (German)

Lead
Gegenstand des Forschungsprojekts „Variantengrammatik des Standarddeutschen“ ist die diatopische Variation in der deutschen Standardsprache. Diese Variation ist nicht etwas ausserhalb der Standardsprache Anzusiedelndes, sondern Realität innerhalb der Standardsprache; entsprechende Varianten dürfen auch nicht pauschal als sozial markiert angesehen oder einer „Grammatik der gesprochenen Sprache“ zugeschlagen werden. So finden sich in deutschsprachigen Zeitungen Varianten wie 'die Parks/ die Pärke / die Parke' (Numerus), 'Das Wetter ändert/ Das Wetter ändert sich' (Reflexivum) oder 'Bereits sind die Ämter besetzt/ Die Ämter sind bereits besetzt'. Diese und andere Unterschiede zwischen den Standardvarietäten des Deutschen, welche die Morphologie und die Syntax betreffen, werden in der geplanten Variantengrammatik beschrieben.
Lay summary

Inhalt und Ziel des Forschungsprojekts

Ziel des Projekts ist, auf der Grundlage eines grossen Korpus von standardsprachlichen Texten aus allen Regionen des zusammenhängenden deutschen Sprachgebiets die Variation in der Grammatik der geschriebenen deutschen Standardsprache zu erfassen und zu dokumentieren. Die Variantengrammatik wird als digitale Publikation aufbereitet und drei Typen von Artikeln umfassen: 1.) Kurzartikel zu einzelnen grammatischen Varianten (z.B. widerspiegeln, vgl. das Resultat widerspiegelt/spiegelt wider, oder prädikatives n-jährig, vgl. das Kind ist dreijährig), 2.) Übersichtsartikel zu grösseren Phänomenbereichen, in denen areale Präferenzen auftreten (z.B. zum prädikativen Gebrauch von Adjektiven), 3.) Grundlagenartikel (z.B. zur syntaktischen Funktion von Adjektiven). Aktuell sind in der projektinternen Datenbank über 3500 Einzelphänomene erfasst, von denen ein Grossteil Eingang in die Variantengrammatik finden wird. In der zweiten Projektlaufzeit werden die Artikel zu diesen Varianten verfasst, es steht nun also die grammatisch-diatopische Beschreibung der im Korpus ermittelten Varianten im Fokus.

Wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Kontext des Forschungsprojekts

Das Projekt ist angelehnt an Arbeiten zum „Variantenwörterbuch des Deutschen“, es richtet seinen Fokus aber gerade nicht auf die lexikalischen Unterschiede, sondern auf die Unterschiede im Bereich der Grammatik. Seine Ergebnisse werden nicht nur für die (korpusbasierte) Grammatikforschung relevant sein, sondern auch einen praktischen Wert für die Grammatikschreibung sowie die Sprachdidaktik haben und für interessierte Laien leicht zugänglich und benutzbar sein.

Direct link to Lay Summary Last update: 06.11.2014

Responsible applicant and co-applicants

Employees

Publications

Publication
The Opacity of Modal Verbs in German. An 'Optimal' Answer to a Difficult Question
Scherr Elisabeth (2018), The Opacity of Modal Verbs in German. An 'Optimal' Answer to a Difficult Question, in Frank Andrew U. et al. (ed.), Gerastree Proceedings, Wien, 191-200.
Needles in Haystacks: Semi-Automatic Identification of Regional Grammatical Variation in Standard German
Tuggener Don/Businger Martin (2018), Needles in Haystacks: Semi-Automatic Identification of Regional Grammatical Variation in Standard German, in Fuß Eric/Konopka Marek/Trawiński Beata/ Waßner Ulrich H. (ed.), Heidelberg University Publishing, Heidelberg, 313-335.
Arealität im Standarddeutschen als Aufgabe für die Germanistik in Forschung und Lehre
Niehaus Konstantin (2017), Arealität im Standarddeutschen als Aufgabe für die Germanistik in Forschung und Lehre, in Goltschnigg Dietmar (ed.), Stauffenburg, Tübingen, 61-88.
Die Begrenztheit plurizentrischer Grenzen: Grammatische Variation in der pluriarealen Sprache Deutsch
Niehaus Konstantin (2017), Die Begrenztheit plurizentrischer Grenzen: Grammatische Variation in der pluriarealen Sprache Deutsch, in Davies Winifred V./Häcki Buhofer Annelies/Schmidlin Regula/Wagner Melanie/ Wyss Eva Lia (ed.), Francke, Tübingen, 57-69.
Areale Variation in den Gebrauchsstandards des Deutschen
Elspaß Stephan/Dürscheid Christa (2017), Areale Variation in den Gebrauchsstandards des Deutschen, in Konopka Marek/Wöllstein Angelika (ed.), de Gruyter (= Jahrbuch des Instituts für Deutsche Sprache 2016), Berlin/Boston, 85-104.
Diatopische Variation im Wörterbuch: Theorie und Praxis
Sutter Patrizia (2017), Diatopische Variation im Wörterbuch: Theorie und Praxis, de Gruyter Mouton, Berlin/Boston.
Zur grammatischen Pluriarealität der deutschen Gebrauchsstandards – oder: Über die Grenzen des Plurizentrizitäts­begriffs.
Elspaß Stephan/Dürscheid Christa/Ziegler Arne (2017), Zur grammatischen Pluriarealität der deutschen Gebrauchsstandards – oder: Über die Grenzen des Plurizentrizitäts­begriffs., in Zeitschrift für deutsche Philologie, 136, 69-91.
Deutsch in Bewegung. Grammatische Variation in der Standardsprache. Akten des XIII. Internationalen Germanistenkongresses Shanghai 2015: Germanistik zwischen Tradition und Innovation. Band 2.
Ziegler Arne/Dürscheid Christa/Klein Wolf Peter (ed.) (2016), Deutsch in Bewegung. Grammatische Variation in der Standardsprache. Akten des XIII. Internationalen Germanistenkongresses Shanghai 2015: Germanistik zwischen Tradition und Innovation. Band 2., Lang, Frankfurt a.M. (S. 201–272).
Grundlagenartikel Flexion
Ziegler Arne/Scherr Elisabeth (2016), Grundlagenartikel Flexion, Variantengrammatik des Standarddeutschen, Zürich/Salzburg/Graz.
Grundlagenartikel Genus; Artikelgebrauch; Phraseologismen
Elspaß Stephan (2016), Grundlagenartikel Genus; Artikelgebrauch; Phraseologismen, Variantengrammatik des Standarddeutschen, Zürich/Salzburg/Graz.
Grundlagenartikel Wort- und Satzgliedstellung; Valenz/Rektion
Dürscheid Christa (2016), Grundlagenartikel Wort- und Satzgliedstellung; Valenz/Rektion, Variantengrammatik des Standarddeutschen, Zürich/Salzburg/Graz.
Grundlagenartikel Wortbildung
Ziegler Arne/Thurner Anna (2016), Grundlagenartikel Wortbildung, Variantengrammatik des Standarddeutschen, Zürich/Salzburg/Mannheim.
Opakheit. Ein Blick auf das Unsichtbare in Grammatik und Sprache
Ziegler Arne (2016), Opakheit. Ein Blick auf das Unsichtbare in Grammatik und Sprache, in Bittner Andreas/Spieß Constanze (ed.), de Gruyter, Berlin/Boston, 215-231.
Woran orientieren sich (Online-)Zeitungsredakteure bei grammatischen Zweifelsfällen? Ergebnisse einer Online-Umfrage
Niehaus Konstantin (2016), Woran orientieren sich (Online-)Zeitungsredakteure bei grammatischen Zweifelsfällen? Ergebnisse einer Online-Umfrage, in Sprachreport, 32(2), 22-27.
Wortstellungsvarianten im Schriftdeutschen. Über Kontinuitäten und Diskontinuitäten in neuhochdeutscher Syntax
Niehaus Konstantin (2016), Wortstellungsvarianten im Schriftdeutschen. Über Kontinuitäten und Diskontinuitäten in neuhochdeutscher Syntax, Winter, Heidelberg.
Abweichungen sind keine Fehler
Lenzhofer-Glantschnig Melanie/Scherr Elisabeth (2015), Abweichungen sind keine Fehler, in Köpcke Klaus-Michael/Ziegler Arne (ed.), de Gruyter, Berlin/Boston, 153-178.
Areale Variation in der Syntax des Standarddeutschen. Ergebnisse zum Sprachgebrauch und der Frage Plurizentrik vs. Pluriarealität
Niehaus Konstantin (2015), Areale Variation in der Syntax des Standarddeutschen. Ergebnisse zum Sprachgebrauch und der Frage Plurizentrik vs. Pluriarealität, in Zeitschrift für Dialektologie und Linguistik, 82(2), 134-168.
Deutsche Grammatik in Kontakt: Deutsch als Zweitsprache in Schule und Unterricht
Köpcke Klaus-Michael/Ziegler Arne (ed.) (2015), Deutsche Grammatik in Kontakt: Deutsch als Zweitsprache in Schule und Unterricht, de Gruyter, Berlin/Boston.
Norm und ‘Fehler‘ vor der Folie von Mündlichkeit und Schriftlichkeit. Variationslinguistische Perspektiven für den universitären DaF-Unterricht
Ziegler Arne/Weiß Anna (2015), Norm und ‘Fehler‘ vor der Folie von Mündlichkeit und Schriftlichkeit. Variationslinguistische Perspektiven für den universitären DaF-Unterricht, in Dalmas Martine u.a. (ed.), Iudicium, München, 282-297.
Syntaktische Fehlerquellen im DaZ-Unterricht
Ziegler Arne/Thurner Anna (2015), Syntaktische Fehlerquellen im DaZ-Unterricht, in Köpcke Klaus-Michael/Ziegler Arne (ed.), de Gruyter, Berlin/Boston, 179-204.
Variantengrammatik des Standarddeutschen
Dürscheid Christa/Elspaß Stephan (2015), Variantengrammatik des Standarddeutschen, in Kehrein Roland/Lameli Alfred/Rabanus Stefan (ed.), de Gruyter, Berlin u.a., 563-584.
Variantengrammatik des Standarddeutschen. Konzeption, methodische Fragen, Fallanalysen
Dürscheid Christa/Elspaß Stephan/Ziegler Arne (2015), Variantengrammatik des Standarddeutschen. Konzeption, methodische Fragen, Fallanalysen, in Lenz Alexandra N./Glauninger Manfred M. (ed.), Vienna University Press, Wien, 207-235.
Varianz, Konstanz und Kasus
Dürscheid Christa (2015), Varianz, Konstanz und Kasus, in Peschel Corinna/Runschke Kerstin (ed.), Lang, Frankfurt, 117-140.
Diatopische Variation im Wörterbuch: (k)ein Erfolgsmodell?
Dürscheid Christa/Sutter Patrizia, Diatopische Variation im Wörterbuch: (k)ein Erfolgsmodell?, in Bülow Lars/Fischer Ann Kathrin/Herbert Kristina (ed.), Peter Lang, Wien.
Die Opazität epistemischer Modalverben im Deutschen. Funktion, Form und empirische Fassbarkeit
Scherr Elisabeth, Die Opazität epistemischer Modalverben im Deutschen. Funktion, Form und empirische Fassbarkeit, De Gruyter, Berlin/Boston.
Forschungsergebnisse zur arealen Variation im Standarddeutschen
Elspaß Stephan/Kleiner Stefan, Forschungsergebnisse zur arealen Variation im Standarddeutschen, in Herrgen Joachim/Schmidt Jürgen Erich (ed.), de Gruyter, Berlin/Boston.
Variantengrammatik des Standarddeutschen – das neue Online-Nachschlagewerk zur arealen Variation in der Grammatik des Deutschen
Elspaß Stephan, Dürscheid Christa, Ziegler Arne, Variantengrammatik des Standarddeutschen – das neue Online-Nachschlagewerk zur arealen Variation in der Grammatik des Deutschen, in Engelberg Stefan et al. (ed.), de Gruyter, Berlin/Boston.

Collaboration

Group / person Country
Types of collaboration
Prof. Dr. Claudine Moulin (Trier) Germany (Europe)
- in-depth/constructive exchanges on approaches, methods or results
Dr. Andrea Abel (Bozen) Italy (Europe)
- in-depth/constructive exchanges on approaches, methods or results
Dr. Robert Möller, Université de Liège (Belgien) Belgium (Europe)
- in-depth/constructive exchanges on approaches, methods or results
UZH-Arbeitsgruppe "Forschungsdaten-Management" (Andrea Malits, Christian Fuhrer, Peter Kunszt) Switzerland (Europe)
- Publication
- Research Infrastructure
Prof. Dr. Martin Volk (Zürich) Switzerland (Europe)
- in-depth/constructive exchanges on approaches, methods or results
Ass.-Prof. Mag. Dr. Johannes Hubert Stiegler (Graz) Austria (Europe)
- Research Infrastructure
Prof. Dr. Ulrich Ammon, Universität Duisburg-Essen Germany (Europe)
- in-depth/constructive exchanges on approaches, methods or results
Canoo (Holger Keibel, Stephan Bopp) Switzerland (Europe)
- Publication
Dr. Roman Banzer (Vaduz) Liechtenstein (Europe)
- in-depth/constructive exchanges on approaches, methods or results
Dr. Marek Konopka (Mannheim) Germany (Europe)
- in-depth/constructive exchanges on approaches, methods or results

Scientific events

Active participation

Title Type of contribution Title of article or contribution Date Place Persons involved
Linguistisches Kolloquium Individual talk Variantengrammatik des Standarddeutschen. Ein neues Online-Nachschlagewerk zur Klärung areal bedingter grammatischer Zweifelsfälle 03.07.2018 Universität Würzburg, Germany Elspass Stephan;
Gastvortrag auf Einladung des Österreichischen Kulturforums (ÖKF) und des Lehrstuhls für österreichische Literatur und Kultur am Institut für Germanistik Individual talk Norm und areale Variation in der Grammatik des Standarddeutschen 10.05.2018 Universität Szeged, Hungary Elspass Stephan;
54. Jahrestagung des Instituts für Deutsche Sprache Talk given at a conference Variantengrammatik des Standarddeutschen“ – Das neue Online-Nachschlagewerk zur arealen Variation in der Grammatik des Deutschen. 13.03.2018 Mannheim, Germany Elspass Stephan; Dürscheid Christa; Ziegler Arne;
Die Bibliothek vernetzt. Infrastrukturen für Forschungsdaten in den Geisteswissenschaften Talk given at a conference Anforderungen an Services und Infrastrukturen im Rahmen des Projekts "Variantengrammatik" 09.02.2017 Zürich, Switzerland Tuggener Don; Dürscheid Christa;
Promotionskolleg Empirische und Angewandte Sprachwissenschaft WWU Münster Individual talk Alte und neue sprachgeographische Modellierungen des Raums in den deutschsprachigen Ländern 01.02.2017 WWU Münster, Germany Elspass Stephan;
Konferenz "Grammar and Corpora 2016" Talk given at a conference Needles in haystacks: Semi-automatic identification of regional grammatical variation in Standard German using a large corpus 09.11.2016 Mannheim, Germany Tuggener Don;
Symposium "Synthese aus Tradition und Innovation: Deutsch in der modernen Fremdsprachenausbildung" Individual talk Pluriarealität des Standarddeutschen 25.10.2016 Ulan-Ude, Russia Businger Martin;
7. Kolloquium Forum Sprachvariation der IGDD / 5. Nachwuchskolloquium des VndS Talk given at a conference Areale Variation im Deutschen. Linguistische Befunde und sprachpolitische Implikationen 14.10.2016 UB Leipzig, Germany Elspass Stephan;
Wortverbindungen im Sprachsystem und in der Sprachverwendung: theoretisch, methodisch, integrativ Talk given at a conference Areale Variation und Wandel in der Phraseologie des gegenwärtigen Deutsch 01.08.2016 Universität Trier, Germany Elspass Stephan;
2. Konferenz «Deutsch in Österreich» (DiÖ 2016): Deutsch in Österreich und andere plurizentrische Kontexte. Variation – Kontakt – Perzeption Talk given at a conference Die Darstellung standardsprachlich-diatopischer Variation im Wörterbuch – (k)ein Erfolgsmodell? 07.07.2016 Wien, Austria Dürscheid Christa; Sutter Patrizia;
13. internationaler Türkischer Germanistik-Kongress Talk given at a conference Mit rotem Kopf: Ein Fall von Artikellosigkeit bei Zählnomen als Problem der Syntax-Semantik-Schnittstelle 11.05.2016 Antalya, Turkey Businger Martin;
Workshop "Grammatik und Statistik" Talk given at a conference Statistische Verfahren zur Ermittlung und Bestimmung der 'Gebräuchlichkeit' regionaler grammatischer Varianten in einem Großkorpus – am Beispiel der "Variantengrammatik des Standarddeutschen" 23.03.2016 Duisburg-Essen, Germany Elspass Stephan;
52. Jahrestagung des Instituts für Deutsche Sprache (IDS): Grammatische Variation. Empirische Zugänge und theoretische Modellierung. Talk given at a conference Areale Variation in den Gebrauchsstandards des Deutschen. 08.03.2016 Mannheim, Germany Elspass Stephan; Dürscheid Christa;
Variantengrammatik des Standarddeutschen Individual talk Variantengrammatik des Standarddeutschen 28.01.2016 Universität Szeged, Hungary Elspass Stephan;
Gastvortrag im Rahmen der Vorlesung „Sprachstandardisierung“ von Prof. Dr. Kirsten Adamzik Individual talk „Ja wo schreibt man denn sowas?“ Areale Variation in der Grammatik des (Standard-)Deutschen 04.12.2015 Université de Genevè, Switzerland Elspass Stephan;
Jahrestreffen des Dänischen Germanistenverbandes Talk given at a conference Grammatische (In-)Varianz im Deutschen 06.11.2015 Syddansk Universitet Odense, Denmark Dürscheid Christa;
Linguistischer Nachmittag 2015 Poster Diatopische Variation im Wörterbuch: Theorie und Praxis 06.11.2015 Universität Zürich, Switzerland Sutter Patrizia;
URPP Language and Space – 1st Site Visit of the External Advisory Poster Variantengrammatik des Standarddeutschen 26.10.2015 Universität Zürich, Switzerland Dürscheid Christa; Adarve Gerard; Sutter Patrizia; Businger Martin;
Sprache - Konstanz und Dynamik. Überlegungen zu einer sich verändernden Varietätenarchitektur des Deutschen aus morphologischer Sicht Individual talk Sprache - Konstanz und Dynamik. Überlegungen zu einer sich verändernden Varietätenarchitektur des Deutschen aus morphologischer Sicht 16.06.2015 Universität Münster, Germany Ziegler Arne;
Variantengrammatik des Standarddeutschen Individual talk Variantengrammatik des Standarddeutschen 08.06.2015 Palermo, Italy Ziegler Arne;
Le grammatiche del Tedesco come lingua straniera – prospettive scientifiche e didattiche Talk given at a conference Grammatiktheorie und DaF-Unterricht - ein Mésalliance? 29.05.2015 Università degli Studi di Genova, Italy Dürscheid Christa;
DoktorandInnen-Workshop "Aktuelle Forschungen zur Sprachvariation in Österreich und Deutschland" Talk given at a conference Sprache als dynamisches System. Zu einer a priori Bedingung der Variationslinguistik 01.05.2015 Universität Graz, Austria Ziegler Arne;
Regional Variation in the Grammar of Standard German Individual talk Regional Variation in the Grammar of Standard German 11.04.2015 Gakushuin University Tokio, Japan Elspass Stephan;
Gastvortrag im Rahmen des Seminars von Prof. Dr. Nils Langer Individual talk Selbst Kommas/Kommata/Beistriche und Semikolons/Semikola/Strichpunkte können kontrovers/kontroversiell sein ... Nationale und regionale Variation im Deutschen 20.03.2015 University of Bristol, Great Britain and Northern Ireland Elspass Stephan;


Self-organised

Title Date Place
XIII. Kongress der Internationalen Vereinigung für Germanistik (IVG) (Sektionsleitung A5: Deutsch in Bewegung. Grammatische Variation in der Standardsprache) 23.08.2015 Tongji Universität Shanghai, China

Communication with the public

Communication Title Media Place Year
Media relations: print media, online media Spargeln oder Spargel? Deutsch ist nicht gleich Deutsch NZZ am Sonntag German-speaking Switzerland Italian-speaking Switzerland Rhaeto-Romanic Switzerland Western Switzerland International 2018
Talks/events/exhibitions Ausstellung an der Scientifica 2017 – Zürcher Wissenschaftstage German-speaking Switzerland 2017
Talks/events/exhibitions Referat an der Scientifica 2017 – Zürcher Wissenschaftstage (Christa Dürscheid) German-speaking Switzerland 2017
Media relations: print media, online media Deutsch und uneindeutig Tages-Anzeiger German-speaking Switzerland 2016
Media relations: print media, online media Ein Anruf bei...Christa Dürscheid Süddeutsche Zeitung International German-speaking Switzerland 2016
New media (web, blogs, podcasts, news feeds etc.) Richtig ist relativ. Die Vielfalt von Standardvarietäten im deutschen Sprachraum angesprochen. Der Linguistik-Podcast German-speaking Switzerland 2016
Media relations: print media, online media Variantengrammatik – Mut zum Helvetismus UZH-Jahresbericht 2015 German-speaking Switzerland 2016
Media relations: print media, online media Vortrag zu einer Variantengrammatik des Standarddeutschen Germanistischen Magazin der Universität Szeged International 2016
Media relations: print media, online media Grammatikalische Entkrampfung UZH-Magazin German-speaking Switzerland 2015

Associated projects

Number Title Start Funding scheme
183011 Digitale Sprachressourcen. Empirische Analysen und Perspektiven. 01.10.2018 Digital Lives
134895 Variantengrammatik des Standarddeutschen (D-A-CH) 01.08.2011 Project funding (Div. I-III)

Abstract

Die jetzige Projektleitung (Prof. Dr. Christa Dürscheid, Prof. Dr. Stephan Elspaß, Prof. Dr. Arne Ziegler) stellt hiermit das Gesuch zur Fortsetzung einer Förderbeihilfe für ein Forschungsprojekt der Universitäten Zürich, Salzburg (vorher: Augsburg) und Graz. Als Lead-Agency ist wiederum der SNF vorgesehen. Das gegenwärtige Projekt wird im Rahmen der D-A-CH-Vereinbarung seit dem 01.08.2011 von der DFG (EL 500/3-1), dem FWF (I 716-G18) und - als Lead-Agency - dem SNF (100015L_134895) für einen Zeitraum von 36 Monaten gefördert. Gegenstand des Forschungsprojekts „Variantengrammatik des Standarddeutschen“ ist die grammatische Variation in der deutschen Standardsprache, die bisher noch nie im Rahmen eines grösseren Forschungsvorhabens untersucht wurde. Als generelles Ziel des Projekts formulierten die Gesuchstellerin und die Gesuchsteller im Erstantrag (siehe den beim SNF eingereichten Forschungsplan vom 30.9.2010), „auf der Grundlage eines grossen Korpus von standardsprachlichen Texten aus allen Regionen des zusammenhängenden deutschen Sprachgebiets die Variation in der Grammatik der geschriebenen deutschen Standardsprache zu erfassen, zu dokumentieren und für Laien wie für Wissenschaftler zugänglich zu machen“ (Zitat aus dem Projektantrag). Zur Erreichung des Forschungsziels wurden im Erstantrag drei Arbeitsphasen angesetzt: Für die ersten beiden - auf jeweils 18 Monate veranschlagten - Phasen waren 1) die „Erstellung eines digitalen Korpus des Gebrauchsstandards in Zeitungstexten der deutschsprachigen Länder“ und 2) eine „vollständige Korpusanalyse und linguistische Beschreibung der ermittelten grammatischen Phänomene“ geplant. Die dritte Phase, die Aufbereitung der Forschungsergebnisse für ein Handbuch, war bereits damals für eine zweite Projektlaufzeit vorgesehen. Die erste Phase ist nun planmässig abgeschlossen, die zweite wird am Ende der aktuellen Laufzeit zu grossen Teilen abgeschlossen sein. Das hier vorliegende Fortsetzungsgesuch bezieht sich auf die Analysen zu den erhobenen Daten, die a) die Grundlage für die Präsentation der distributionell-quantitativen Ergebnisse in der Variantengrammatik sind und b) (neu) als Basis für weitergehende grammatische Analysen (insbesondere Erklärungen für diatopische Unterschiede in der Grammatik des Standarddeutschen) dienen können. Die Variantengrammatik wird drei Typen von Artikeln umfassen, die miteinander verlinkt sind: Es sind dies zum einen Kurzartikel zu einzelnen grammatischen Varianten (z.B. widerspiegeln, vgl. das Resultat widerspiegelt/spiegelt wider, oder prädikatives n-jährig, vgl. das Kind ist dreijährig), zum anderen Übersichtsartikel zu grösseren Phänomenbereichen, in denen areale Präferenzen auftreten (z.B. zur Verwendung von Partikel- resp. Präfixverben oder zum prädikativem Gebrauch von Adjektiven), und zum dritten Grundlagenartikel (z.B. zu diskontinuierlichen Verben oder zur syntaktischen Funktion von Adjektiven). Anders als im Erstantrag vorgesehen sollen für diese zweite Projektlaufzeit 36 Monate (anstelle von 24 Monaten) eingeplant werden. Die wesentliche Gründe hierfür sind, dass nun auch Grundlagenartikel vorgesehen sind sowie die Zahl der zu untersuchenden diatopischen Phänomene deutlich höher und die grammatische Analyse wesentlich komplexer ist als zunächst angenommen. Anstelle einer gedruckten Ausgabe ist nun eine digitale Version der Variantengrammatik geplant. Die Motivation für die Aufbereitung der Variantengrammatik in digitaler Form ist, dass es damit weitaus mehr Möglichkeiten der Informationsaufbereitung gibt (z.B. bzgl. Verlinkung, Multimodalität) und durch die prinzipielle Unbeschränktheit des Raums umfassendere lexikographische Beschreibungen möglich sind. Dazu gehört auch die kartographische Darstellung der arealen Variation, die in einem einbändigen Druckwerk - wenn überhaupt - nur exemplarisch Platz finden könnte. Aktuell sind in der projektinternen Datenbank 3.535 Einzelphänomene erfasst. Aufgrund der sich daraus ergebenden Fülle an Daten wird die zweite Arbeitsphase anstelle der ursprünglich geplanten 18 Monate schätzungsweise 27 Monate in Anspruch nehmen. Die geplanten Arbeiten lassen sich insgesamt in drei Phasen gliedern, die thematisch eng verbunden sind: Zum einen werden die Korpusanalysen (inkl. der statistischen Berechnungen in der Frequenzverteilung) aus der ersten Projektphase fortgesetzt und deren Ergebnisse in die bereits bestehende Variantendatenbank auf-genommen. Zum zweiten (das ist die zentrale Phase) werden distributionell-quantitative und weiter-gehende grammatische Auswertungen zu diesen Varianten durchgeführt, und zum dritten soll die digitale Aufbereitung der Ergebnisse für die Variantengrammatik erfolgen. Dabei ist es wichtig, dass die Darstellung den Ansprüchen einer wissenschaftlichen Grammatik genügt, darüber hinaus aber auch für Laien verständlich ist. Am deutlichsten zeigt sich die Relevanz einer solchen Grammatik nämlich aus der Perspektive der Nutzer. Hier ist u.a. die sprachdidaktische Dimension zu nennen, aber auch die sprachpolitische Bedeutung nachschlagbaren Wissens um areale sprachliche Variation. In grammatiktheoretischer und grammatikographischer Hinsicht sollen die Ergebnisse nicht nur bestehende Lücken füllen, sondern auch bereits vorhandene Darstellungen ergänzen und ggfs. auf der Basis statistisch überprüfter Korpusanalysen korrigieren.
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