Project

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Role models, spillovers, and the supply side of women's political representation

Applicant Gilardi Fabrizio
Number 156144
Funding scheme Project funding (Div. I-III)
Research institution Institut für Politikwissenschaft Universität Zürich
Institution of higher education University of Zurich - ZH
Main discipline Political science
Start/End 01.01.2015 - 31.12.2016
Approved amount 282'820.00
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Keywords (3)

Fraeunrepräsentation; Schweiz; Gemeindepolitik

Lay Summary (German)

Lead
Dieses Projekt zielt darauf ab, umfassende Daten über die Repräsentation von Frauen in den Gemeinden von 17 Schweizer Kantonen zu sammeln, wobei eine komplette Liste der Kandidatinnen und ihrer Wahlergebnissen seit der Einführung des Frauenwahlrechts auf Gemeindeebene erstellt werden soll. Diese Daten werden dazu verwendet, um den Einfluss von Rollenvorbildern - also von erfolgreichen Politikerinnen - auf die Beförderung der politischen Repräsentation von Frauen sowie auf ihre Kandidaturbereitschaft für ein politisches Amt zu untersuchen.
Lay summary
Einer der Hauptgründe für den anhaltenden Geschlechterunterschied in der politischen Repräsentation besteht darin, dass Frauen mit einer geringeren Wahrscheinlichkeit für ein Amt kandidieren, obwohl ihre Wahlchancen tendenziell die gleichen sind wie die für Männer. Vorhergehende Studien haben belegt, dass im Kanton Zürich die Anwesenheit von Rollenvorbildern, definiert als erfolgreiche Politikerinnen mit denen sich Frauen identifizieren können, mit höheren Kandidaturzahlen von Frauen einhergeht, allerdings lediglich für vier Wahlgänge. Der spezifische Mechanismus, durch den Rollenvorbilder offenbar über die Zeit ihren positiven Effekt verlieren, verbleibt unklar und bedarf weiterer Abklärung. Dieses Projekt setzt interkantonale Vergleiche ein um a) Variationen im Anhalten des positiven Effekts von Rollenvorbildern zu untersuchen, b) abzuklären, wie Wahlregeln den Einfluss von Rollenvorbildern bedingen, c) die unbeabsichtigten Konsequenzen der Konsolidierung der Frauenrepräsentation zu untersuchen und d) sicherere Schätzungen von kausalen Effekten zu ermöglichen. Diese Schritte werden es erlauben, klarere Schlüsse über das aktuelle und das zukünftige Potential von positiven Rollenvorbildern zur Verbesserung der Frauenrepräsentation zu ziehen. 
 
Trotz signifikantem Fortschritt in den letzten Jahrzehnten verbleiben Frauen in der Politik unterrepräsentiert. Die Stagnation des Frauenanteils in gewählten Ämtern unter 30% zeigt auf, dass nicht von einem positiven Interaktionseffekt, durch den eine erhöhte Frauenrepräsentation gute Bedingungen für eine weitere Verbesserung der Geschlechtergleichstellung schafft,  ausgegangen werden kann. Es ist somit zentral zu verstehen, wie die Vorbildfunktion von erfolgreichen Politikerinnen dazu beitragen kann,  diese Sachlage zu verändern und mehr Frauen in die Wahlpolitik einzuschliessen. 
 
Direct link to Lay Summary Last update: 16.10.2014

Responsible applicant and co-applicants

Employees

Collaboration

Group / person Country
Types of collaboration
Research Group on Local Democracy, Centre for Democracy Studies Aarau (ZDA) Switzerland (Europe)
- in-depth/constructive exchanges on approaches, methods or results
Prof. Dr. Raphael Parchet, Università della Svizzera Italiana Switzerland (Europe)
- in-depth/constructive exchanges on approaches, methods or results

Scientific events

Active participation

Title Type of contribution Title of article or contribution Date Place Persons involved
Annual Congress of the Swiss Political Science Association Talk given at a conference Women’s representation in Swiss municipalities, 1959-2014 12.01.2017 St. Gallen, Switzerland Gilardi Fabrizio; Dlabac Oliver;


Associated projects

Number Title Start Funding scheme
159174 Niche Political Parties and Contagion: Women’s Political Parties in Switzerland and their Effect on Women’s Representation 01.06.2015 International short research visits

Abstract

This project studies the supply side of women’s representation by looking at how spillovers affect the motivation of women to run for office. One of the main reasons for the enduring gender gap in politics is that women are less likely to run for office than men (Lawless and Fox, 2010). Previous research has found that, in the canton of Zurich, the availability of role models, defined defined as successful female politicians with whom women can identify, was associated with higher numbers of female candidates, but only for about four elections (Gilardi, 2014). However, the specific mechanisms by which the effects of role models decrease over time remain unclear and need further investigation. This project extends Gilardi (2014) by leveraging cross-cantonal comparisons to (a) examine variations in the the duration of the effects of role models, (b) study how the influence of role models is conditioned by electoral rules, (c) investigate the unintended consequences of the consolidation of women’s representation, and (d) provide more reliable causal estimates. These steps will permit to draw clearer conclusions on the current and future potential of role models for improving women’s representation.
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