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Framing Precarity in Early Work Life

Applicant Helbling Laura
Number 155457
Funding scheme Doc.CH (until 2020)
Research institution
Institution of higher education University of Basel - BS
Main discipline Sociology
Start/End 01.09.2014 - 31.08.2016
Approved amount 112'524.00
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Keywords (4)

Early work life; Precarity; Labour market vulnerability; Scarring effects

Lay Summary (German)

Lead
Seit ungefähr den 1970-er Jahren zeigt sich verstärkt ein Trend in Richtung einer Ausweitung unsicherer, d.h. prekärer Beschäftigungsverhältnisse in industrialisierten Gesellschaften. Diese drohen (erneut) die Integration der erwerbsfähigen Bevölkerung in den Arbeitsmarkt zu schwächen. Insbesondere junge Erwerbstätige und Arbeitsmarkteinsteiger sind heutzutage vermehrt prekärer Beschäftigung und einer unsicheren, instabilen Arbeitsmarktintegration ausgesetzt, wobei unter ihnen zunehmend auch gut ausgebildete junge Erwachsene betroffen sind.
Lay summary

Inhalt und Ziel des Forschungsprojekts

Im Rahmen dieses Forschungsprojektes liegt der Fokus auf Prekarisierungsprozessen in den Ländern Schweiz und Deutschland, welche beide über ihr dominantes Berufsausbildungssystem als sehr erfolgreich gelten mit Blick auf die Arbeitsmarktintegration der jungen Erwerbsbevölkerung. Neben frühen Prekaritätserfahrungen aufgrund mangelnder Ressourcen (z.B. ungenügend Bildung) werden so insbesondere auch Prekaritätserfahrungen von beruflich gut ausgebildeten jungen Erwachsenen Gegenstand der Analyse. Vor diesem Hintergrund fokussiert dieses Forschungsprojekt auf die Verbreitung unterschiedlicher Prekaritätsdimensionen im frühen Erwerbsleben, wie z.B. befristete Arbeitsverträge, Tieflöhne und Arbeitslosigkeitserfahrungen. Darüber hinaus wird untersucht, inwiefern sich Prekarität in der frühen Erwerbsbiografie längerfristig negativ auf die berufliche und soziale Integration sowie das subjektive Wohlbefinden der jungen Erwachsenen auswirkt.


Wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Kontext

Das Projekt integriert u.a. unterschiedliche soziologische, ökonomische und psychologische Perspektiven zur theoretischen Einbettung der Bedingungen und Auswirkungen von Prekaritätserfahrungen im frühen Erwerbsleben. Prekarität wird allgemein als ein mehrdimensionales Phänomen konzeptualisiert und es wird auf unterschiedliche objektive sowie subjektive Dimensionen von unsicheren Arbeitsverhältnissen und Einstiegen ins Erwerbsleben fokussiert. Das Forschungsprojekt leistet hiermit einen Beitrag zu einem differenzierteren Verständnis der Verbreitung unterschiedlicher Prekaritätsdimensionen in der frühen Erwerbsbiografie und zu deren längerfristigen Auswirkungen, wobei gerade auch gut ausgebildete junge Erwachsene in den Fokus genommen werden.

 

Direct link to Lay Summary Last update: 19.07.2014

Responsible applicant and co-applicants

Employees

Publications

Publication
Scarring Effects of early unemployment among young workers with vocational credentials in Switzerland
Helbling Laura und Stefan Sacchi (2014), Scarring Effects of early unemployment among young workers with vocational credentials in Switzerland, in Empirical Research in Vocational Education and Training, 6(12), 1.

Abstract

The increase in precarious work across Europe has caused considerable policy concern, particularly in relation to its effects on young people. Youth are especially vulnerable to precarity in the world of work. This proposed research seeks to deepen our understanding of the risks and effects of precarious work on young people in a longitudinal perspective. The focus is Germany and Switzerland, countries which share strong vocational education but are still exposed to precarity in various forms. Pinning down the effects of precarity is complicated by a lack of agreement about how to define it. In order to develop a comprehensive understanding of labour market vulnerabilities and their consequences in early work life and beyond, it is necessary to approach precarity as a multifaceted and complex phenomenon. Drawing on economic, pedagogical, psychological as well as sociological concepts, this research sets out to explore subjective and objective dimensions of precarity at labour market entry and in the consecutive employment career. The research employs a range of quantitative research methods, including multinomial regression analysis, dual domain latent growth curve models and propensity score matching techniques.
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