Project

Back to overview

Spiritual Care: Die Organisation der interprofessionellen Zusammenarbeit im Akutspital. Verständnis, Umsetzung, Durchführung und Wirksamkeit von Interventionen.

English title Spiritual Care: Interprofessional Cooperation in the Clinical Context.
Applicant Kunz Ralph
Number 150344
Funding scheme Project funding (Div. I-III)
Research institution Theologisches Seminar Universität Zürich
Institution of higher education University of Zurich - ZH
Main discipline Religious studies, Theology
Start/End 01.07.2014 - 30.06.2017
Approved amount 173'626.00
Show all

All Disciplines (2)

Discipline
Religious studies, Theology
Psychology

Keywords (8)

Spiritualitätskonzepte; Resilienz; Coping; Assessment-Instrument; Spiritual Needs; Interprofessionelle Zusammenarbeit; Herstellung von Kohärenz; Spiritual Care im Akutspital

Lay Summary (German)

Lead
Zur Versorgung in der Palliative Care gehört nach WHO der Einbezug der spirituellen Dimension. Spirituelle Anamnesen erfassen die Bedürfnisse der Patienten. Die bestehenden Instrumente machen aber keine Aussagen über Zuständigkeiten und Organisation der interprofessionellen Zusammenarbeit. Auch finden Assessments in hiesigen Spitälern aktuell keine Anwendung. Daher besteht in der Schweiz Forschungs- u. Klärungsbedarf zur Umsetzung, zum Interventionsverlauf wie zur Wirksamkeit von Spiritual Care.
Lay summary

1 Ziele des Forschungsprojekts bei Forschungsbeginn

Ziel dieses Projekts ist es, Gemeinsamkeiten und Unterschiede in Spiritualitätskonzepten von medizinischen Fachpersonen und Spitalseelsorgern zu erfassen und für die interprofessionelle Zusammenarbeit nutzbar zu machen. Dabei soll in Zusammenarbeit mit Fachpersonen ein standardisiertes Assessmentinstrument für die interprofessionelle Zusammenarbeit in der Spiritual Care entwickelt werden, welches die Überprüfung der Wirksamkeit der entsprechenden Massnahmen gewährleistet.

2 Wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Kontext bei Forschungsbeginn

Wie verschiedene Studien im angloamerikanischen Raum belegen, stellt die Spiritualität eine zentrale Ressource zur Verbesserung von Behandlungsergebnissen dar. Um die Bedürfnisse von Patienten angemessen zu erfassen, wurden diverse Modelle von spirituellen Anamnesen entwickelt. Die Spiritualitätserhebung erfasst wesentliche Aspekte der von der psychosozialen Anamnese nicht so umfassend erhobenen gesundheitsbezogenen Lebensqualität von Patienten. Daher besteht ein Interesse der Akutspitäler darin, Spiritual Care nicht nur in die Palliative Care zu integrieren, sondern auch für Patienten anderer medizinischer Fachbereiche nutzbar zu machen.

Direct link to Lay Summary Last update: 11.10.2013

Responsible applicant and co-applicants

Employees

Name Institute

Collaboration

Group / person Country
Types of collaboration
Reformierte Landeskirche des Kt. Zürich Switzerland (Europe)
- in-depth/constructive exchanges on approaches, methods or results
Prof. Dr. Christina Puchalski United States of America (North America)
- in-depth/constructive exchanges on approaches, methods or results
Prof. Dr. Eckhardt Frick Germany (Europe)
- in-depth/constructive exchanges on approaches, methods or results
Prof. Dr. Johannes Rüegg-Stürm Switzerland (Europe)
- Industry/business/other use-inspired collaboration
Dr. med. Christof Leiggner Switzerland (Europe)
- in-depth/constructive exchanges on approaches, methods or results
Prof. Dr. Carlo Leget Netherlands (Europe)
- in-depth/constructive exchanges on approaches, methods or results
Dr. med. Andrea Jno Charles United States of America (North America)
- in-depth/constructive exchanges on approaches, methods or results
Dr. med. René Hefti Switzerland (Europe)
- in-depth/constructive exchanges on approaches, methods or results
Dr. med. Gerhild Becker Germany (Europe)
- in-depth/constructive exchanges on approaches, methods or results
SJ Tobias Karcher und SJ Bruno Brantschen Switzerland (Europe)
- in-depth/constructive exchanges on approaches, methods or results
Dr. med. Priska Bützberger Kantonsspital Baden Switzerland (Europe)
- in-depth/constructive exchanges on approaches, methods or results
- Research Infrastructure
Dr. med. Arndt Büssing Germany (Europe)
- in-depth/constructive exchanges on approaches, methods or results
katholische und reformierte Seelsorgevereinigung Switzerland (Europe)
- in-depth/constructive exchanges on approaches, methods or results
Salina Medizin AG Switzerland (Europe)
- Industry/business/other use-inspired collaboration
Institut Neumünster, Zürich, Pfrn. MAS BE Anemone Eglin Switzerland (Europe)
- in-depth/constructive exchanges on approaches, methods or results
Vereinigung Palliative Zürich und Schaffhausen Switzerland (Europe)
- in-depth/constructive exchanges on approaches, methods or results
- Industry/business/other use-inspired collaboration

Scientific events

Active participation

Title Type of contribution Title of article or contribution Date Place Persons involved
Implementierung von Spiritual Care im KSB Talk given at a conference Spiritual Care in der Onkologie 06.09.2016 Kantonsspital Baden, Switzerland Gasser Regula; Kunz Ralph;
Schweizerische Tagung Spiritual Care Talk given at a conference Präsentation der Studienergebnisse am KSB 02.04.2016 Inselspital Bern , Switzerland Gasser Regula; Kunz Ralph;
4. European Conference of Spirituality, Religion and Health Talk given at a conference interprofessional implementation of Spiritual Care 23.05.2015 La Valetta, Malta Gasser Regula;


Self-organised

Title Date Place
Schweizerische Spiritual Care Tagung 02.04.2016 Inselspital Bern , Switzerland
Implementierung von Spiritual Care im KSB 09.09.2014 Kantonsspital Baden, Switzerland

Knowledge transfer events

Active participation

Title Type of contribution Date Place Persons involved
Dozentin Spiritual Care im Ausbildungsgang Fachmann/-frau für Langzeitpflege Talk 30.06.2017 Curaviva Schweiz, St. Gallen, Switzerland Gasser Regula;
Dozentin des Moduls Interprofessionelle Zusammenarbeit in Spiritual Care Talk 28.04.2017 Lassalle Haus, Bad Schönbrunn , Switzerland Gasser Regula;
Dozentin des Moduls Spiritual Care in der Palliative Care im Lehrgang für Seelsorger/innen Talk 16.03.2017 Spital Wetzikon , Switzerland Gasser Regula;
Dozentin im CAS-Modul Spiritual Care und Geburt Talk 11.03.2017 Universität Bern , Switzerland Gasser Regula;
Projektvorstellung an der Sozietät der Theologischen Fakultät der Universität Zürich Talk 10.01.2017 Zürich , Switzerland Kunz Ralph; Gasser Regula;
Dozentin im MAS Lehrgang des Moduls Interprofessionelle Zusammenarbeit in Spiritual Care Talk 28.05.2016 Universität Basel , Switzerland Gasser Regula;
Dozentin des Moduls Verhältnisbestimmung von Spiritual Care und Seelsorge Talk 02.05.2016 Universität Bern , Switzerland Gasser Regula;
Dozentin im CAS-Modul Spiritual Care aus der Sicht der Pflege Talk 12.09.2015 Universität Bern , Switzerland Gasser Regula;
Vorstellung des Projekts am trinationalen Forschungsaustauschs in Kiel Talk 18.07.2014 Kiel, Germany Kunz Ralph; Gasser Regula;


Communication with the public

Communication Title Media Place Year
Talks/events/exhibitions Spiritual Care bei Menschen mit geistiger Behinderung International 2017
Talks/events/exhibitions Spiritual Care und Interreligiosität in der Gefängnisseelsorge International 2017

Use-inspired outputs


Start-ups

Name Year
Vivamus Health Consulting GmbH 2017

Abstract

Spiritual Care: Die Organisation der interprofessionellen Zusammenarbeit im Akutspital. Verständnis, Umsetzung, Durchführung und Wirksamkeit von Interventionen.Von der Weltgesundheitsorganisation WHO wird festgehalten, dass in der Palliative Care zur medizinischen Versorgung auch der Einbezug der spirituellen Dimension gehört. Im Fachdiskurs besteht inzwischen ein Kon-sens darin, dass sich alle Berufsgruppen an der spirituellen Begleitung beteiligen sollen. Um die individualisier-ten Bedürfnisse von Patienten/innen in angemessener Weise zu erfassen, wurden verschiedene Modelle von spirituellen Anamnesen entwickelt. Jedoch machen die bestehenden Assessment-Instrumente keine Aussagen über Zuständigkeitsbereiche und Organisation der interprofessionellen Zusammenarbeit. Aufgrund der kom-plexen Organisationsstruktur verschiedener Fachbereiche finden Assessments in Kantons- und Universitätsspi-tälern bislang keine Anwendung. Da zugleich zentrale Grundlagenforschung zu den Spiritualitätskonzepten und zur Organisation der interprofessionellen Zusammenarbeit fehlt, können aktuell in der Schweiz keine Aussagen zur Umsetzung, zum Interventionsverlauf sowie zur Wirksamkeit von Spiritual Care gemacht werden. So schei-nen sowohl die Erfassung der spirituellen Bedürfnisse des Patienten, deren Interpretation sowie die entspre-chenden Interventionen bislang eher willkürlich von den Wertvorstellungen der betreuenden Fachperson be-stimmt zu sein. Wie verschiedene Studien im angloamerikanischen Raum belegen, stellt die Spiritualität eine zentrale Ressource zur Verbesserung von Behandlungsergebnissen dar. Zugleich erfasst die Spiritualitätserhe-bung wesentliche Aspekte der von der psychosozialen Anamnese nicht so umfassend erhobenen gesundheits-bezogenen Lebensqualität von Patienten. Daher besteht ein Interesse der Akutspitäler darin, Spiritual Care nicht nur in die Palliative Care zu integrieren, sondern auch für Patienten anderer medizinischer Fachbereiche nutzbar zu machen. An diesen Bedarf knüpft unser Forschungsprojekt mit einem dreistufigen Vorgehen an. In einem ersten Teil soll das Spiritualitätskonzept von medizinischen Fachpersonen und Seelsorgern in drei Akut-spitälern erfasst, auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede hin untersucht, sowie in einem zweiten Teil durch Fallanalysen in Beziehung zu den entsprechenden Bedürfnissen des Patienten gesetzt werden. Zugleich soll das Forschungsprojekt in einem dritten Teil wichtige Grundlagen zur weiterführenden Entwicklung und Implemen-tierung eines spirituellen Assessments für die interprofessionelle Zusammenarbeit in Spiritual Care liefern.
-