Project

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Digitale Materialität

English title Digital Materiality
Applicant Fornaro Peter
Number 150306
Funding scheme Project funding (Div. I-III)
Research institution Philosophisch-Historische Fakultät Universität Basel
Institution of higher education University of Basel - BS
Main discipline Visual arts and Art history
Start/End 01.04.2014 - 31.08.2017
Approved amount 379'721.00
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All Disciplines (3)

Discipline
Visual arts and Art history
Information Technology
Other disciplines of Physics

Keywords (6)

BRDF ; Reflexion; Digital ; Mosaics; Materiality; Humanities

Lay Summary (German)

Lead
In diesem Projekt wird das Reflexionsverhalten von kunstwissenschaftlich relevanten Objekten durch moderne digitale Verfahren digitalisiert und mit Hilfe von geeigneten mathematischen Modellen auf dem Computern interaktiv dargestellt. So werden sie für kunstwissenschaftliche Forschungsarbeiten ortsunabhängig nutzbar.
Lay summary

Um mit Digitalisaten von Kunstwerken Forschung betreiben zu können, muss mehr Information in die digitale Domäne gebracht werden, als dies mit einer konventionellen Fotografie erreicht wird. Eine visuell kennzeichnende Information für viele kunstwissenschaftliche Analysen ist das Reflexions- oder Glanzverhalten von Oberflächen. Soll das Glanzverhalten von Kunstwerken digital aufgenommen und dargestellt werden, sind besondere Methoden und Technologien notwendig.

Das Reflexionsverhalten der Oberfläche wird z. B. mit einem Beleuchtungsdom mit einer grossen Anzahl von gleichmässig verteilten Lichtquellen zur systematischen Ausleuchtung der Vorlage gemessen. Die Lichtquellen werden sequenziell eingeschaltet und für jede dieser Beleuchtungssituationen wird eine Aufnahme mit einer digitalen Kamera hergestellt. In einem zweiten Schritt werden mit einem mathematischen Modell die Messwerte möglichst optimal beschrieben, um das Reflexionsverhalten digital simulieren zu können. Dieses Modell wird computergrafisch, visualisiert. Dadurch ist es möglich, die Wirkung unterschiedlicher Beleuchtungsrichtungen auf dem Computer interaktiv zu steuern.

Für die kunsthistorische Forschung hat die Beteiligung an Entwicklungen im Bereich der digitalen Technologien höchste Priorität. Denn stärker als andere geisteswissenschaftliche Fächer ist die Kunstgeschichte von einem intensiven Umgang mit den materiellen Gegebenheiten der Werke abhängig die sie erforscht. Der zentrale Aspekt in diesem Projekt ist die Schaffung von digitalen Methoden und Werkzeugen, um die Möglichkeiten der Digital- und Computertechnik mit den kunstwissenschaftlichen Anwendungen zu verknüpfen. Der im Projekt verfolgte Ansatz, Kunstwerke technisch präzise und methodisch fundiert digital darzustellen, indem ihre wesensbestimmenden Eigenschaften in einem digitalen Objekt repräsentiert werden, stellt einen erheblichen Mehrwert dar.

 

  

Direct link to Lay Summary Last update: 11.11.2013

Responsible applicant and co-applicants

Employees

Publications

Publication
Enhanced RTI for Arts and Humanities
Fornaro Peter, Bianco Andrea, Kaiser Aeneas, Rosenthaler Lukas, Schmitt Lothar, Heidrun Feldmann (2017), Enhanced RTI for Arts and Humanities, in DH2017, MontrealAlliance of Digital Humanities Organizations, Monteal.
Enhanced RTI for gloss reproduction
Fornaro Peter, Bianco Andrea, Rosenthaler Lukas (2017), Enhanced RTI for gloss reproduction, in Electronic Imaging, BurlingtonIS&T, Washington.
Neue computerbasierte Verfahren zur Wiedergabe von Kunstwerken
Fornaro Peter, Bianco Andrea, Feldmann Heidrun, Schellewald Barbara, Schmitt Lothar (2016), Neue computerbasierte Verfahren zur Wiedergabe von Kunstwerken, in Rundbrief Fotografie, 23(1), 14-23.
Grafische Experimente im Spätmittelalter

Fornaro Peter, Schmitt Lothar (2015), Grafische Experimente im Spätmittelalter
, in Nike-Bulletin, 5 2015, 8-13.
3D Objekte in Virtuellen Forschungsumgebungen
Fornaro Peter, 3D Objekte in Virtuellen Forschungsumgebungen, in Kuroczyński Piotr (ed.), Springer Link, Cham, nn.

Collaboration

Group / person Country
Types of collaboration
Universität Strassburg France (Europe)
- in-depth/constructive exchanges on approaches, methods or results
Università della Svizzera Italiana Switzerland (Europe)
- in-depth/constructive exchanges on approaches, methods or results
Denkmalpflege Baden-Würtemberg Germany (Europe)
- in-depth/constructive exchanges on approaches, methods or results
Cité de la Musique, Paris France (Europe)
- in-depth/constructive exchanges on approaches, methods or results
- Publication
NCCR “Bildkritik“, Universität Basel Switzerland (Europe)
- in-depth/constructive exchanges on approaches, methods or results
- Publication
CRCC France (Europe)
- in-depth/constructive exchanges on approaches, methods or results

Scientific events

Active participation

Title Type of contribution Title of article or contribution Date Place Persons involved
Digital Humanities 2017 Talk given at a conference Enhanced RTI for Arts and Humanities
 08.08.2017 Montreal , Canada Fornaro Peter;
Unesco Weltkulturerbe Reichenau, Fachtagung Talk given at a conference RTI für die Denkmalpflege 22.03.2017 Reichenau, Germany Fornaro Peter;
Forum Kunst des Mittelalters Talk given at a conference Digitale Reproduktionstechniken zur Erfassung mittelalterlicher Wandmalereien
 16.09.2015 Hildesheim, Germany Fornaro Peter;
Anthropology and Photography 2014, British Museum, London Talk given at a conference Digital Materiality 29.05.2014 London, Great Britain and Northern Ireland Fornaro Peter;


Use-inspired outputs


Start-ups

Name Year
Truvis GmbH, wird im Oktober 2017 zur AG umgewandelt 2017

Associated projects

Number Title Start Funding scheme
130261 Dust BW: Detection of dust and scratches on photographic silverhalide (black/white) material by polarized darkfield illumination 01.09.2010 Project funding (Div. I-III)

Abstract

In diesem Projekt werden aus der Materialwissenschaft und der Computergrafik bekannte Verfahren zur Beschreibung der Reflexion von Licht auf Oberflächen (Beleuchtungsmodelle, Reflexionsfunktionen) so weit voran getrieben, dass komplex gestaltete Kunstwerke - im Besonderen frühe Grafiken und mittelalterliche Mosaike - hochpräzise in digitaler Form dargestellt werden können, damit sie für die kunsthistorische Forschung nutzbar sind. Dazu werden spezielle Aufnahmeverfahren eingesetzt, sowie auf die Kunstgegenstände angepasste, analytische Modelle entwickelt. Die Darstellung der so erzeugten digitalen Objekte erfolgt in Web-Browsern (OpenGL) sowie auf Tablet-Computern, die ein interaktives Bewegen der digitalen Objekte zur Simulation wechselnder Beleuchtungssituationen erlauben. Eine Integration in die virtuelle Forschungsumgebung SALSAH wird durch ein Plug-in erfolgen.
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