Project

Back to overview

Die Stuckstatue Karls des Grossen im Kloster Müstair

English title The Stucco Statue of Charlemagne in the abbey of Mustair
Applicant Nicolai Bernd
Number 147347
Funding scheme Project funding (Div. I-III)
Research institution Institut für Kunstgeschichte Universität Bern
Institution of higher education University of Berne - BE
Main discipline Visual arts and Art history
Start/End 01.08.2013 - 31.10.2015
Approved amount 210'704.00
Show all

All Disciplines (2)

Discipline
Visual arts and Art history
Material Sciences

Keywords (4)

Stuckplastik; Mittelalterliche Kunstgeschichte; Kaiser Karl der Grosse; Materialgeschichte

Lay Summary (German)

Lead
Universität Bern Institut für Kunstgeschichte, Abt. Architekturgeschichte und Denkmalpflege, Prof. Dr. Bernd NicolaiArchäologischer Dienst Graubünden Dr. Thomas ReitmeierDie Stuckstatue Karls des Grossen im Kloster Müstair/Graubünden
Lay summary

Die Stuckstatue Karls des Grossen in Müstair ist eine der Ikonen der schweizerischen Kunstge­schichte und gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Als ein Hauptwerk der mittelalterlichen Skulptur erscheint sie oft im europäischen Zu­sammenhang als Visualisierung von Karl als Pater Europae. So bekannt die Skulptur ist, so unbekannt und umstritten bleibt ihre Genese und Datierung (8.-12. Jh.).

Das vorliegende Projekt untersucht auf interdisziplinärer Ebene unter Beteiligung der  Kunstgeschichte, Geschichte, Restaurierungs- und Materialwissenschaften, die komplexe Bedeutung, Entstehung und Lokali­sierung dieser so bedeutenden Plastik.

Ziel des Projektes ist, es mittels komplementärer und vergleichender Unter­suchungsmethoden den materiellen Bestand der Stuckstatue Karls des Grossen zu erfassen, in neuartiger Weise zu dokumentieren und damit den Fragen nach ihrer Entstehung, Veränderung, Funktion und letzt­lich der Datierung beantworten zu können.  So wie sich die Statue heute präsentiert, stellt sie ein Palimpsest aus verschiedenen Jahrhunderten dar. Damit stösst eine oberflächliche Analyse an ihre Grenzen.

Das Projekt besonderen Wert auf einen interdisziplinären Ansatz, der neben der verantwortlichen Kunstgeschichte und Archäologie weitere Disziplinen wie Res­taurierung, Materialwissenschaft und Archäometrie integral einbindet. Damit ist gewährleistet, dass eine Bestandsanalyse fast ausschliesslich mit berührungsfreien Methoden stattfinden kann. Diese Methoden haben in den letzten Jahren enorme Fortschritte gemacht und ermöglichen mobile Untersuchungsmöglichkeiten vor Ort.

Auf kunstgeschichtlicher Ebene eröffnet sich die Chance, die chronologische Stellung der Statue zu verifizieren und sie im Kontext der zeitgenössischen frühmittelalterlichen Plastik zu verorten.

Dadurch ergeben sich neue Möglichkeiten, die es erlauben, die Unklarheiten der Karlsstatue umfassend zu klären und angesichts des 1200. Todestag Karls des Grossen im Jahre 2014 eine abschliessende Untersuchung bis Mitte 2015 vorzulegen.

Direct link to Lay Summary Last update: 04.07.2013

Responsible applicant and co-applicants

Employees

Publications

Publication
Val Müstair. Müstair, Ausgrabung und Bauuntersuchung im Kloster St. Johann
Goll Jürg (2015), Val Müstair. Müstair, Ausgrabung und Bauuntersuchung im Kloster St. Johann, in Archäologie in Graubünden, 2015(2), 55-78.
Verzeichnis der Altäre und Altarpatrozinien
Goll Jürg (2015), Verzeichnis der Altäre und Altarpatrozinien, in Archäologie in Graubünden, 2015(2), 79-131.
Architektur im Dienste von Glaube und Herrschaft
Goll Jürg (2013), Architektur im Dienste von Glaube und Herrschaft, in Riek Markus, Goll Jürg, Descœudres Georges (ed.), Benteli, Zürich, 57-65.
Die Zeit Karls des Grossen in der Schweiz
Riek Markus, Goll Jürg, Descœudres Georges (ed.) (2013), Die Zeit Karls des Grossen in der Schweiz, Benteli, Zürich.
Stuck ist Schmuck
Goll Jürg, Plan Isabelle, Schönbacher Daniel (2013), Stuck ist Schmuck, in Riek Markus, Goll Jürg, Descœudres Georges (ed.), Benteli, Zürich, 146-159.

Collaboration

Group / person Country
Types of collaboration
Dipl. Rest. Thomas Schmidt, Leisnig Germany (Europe)
- in-depth/constructive exchanges on approaches, methods or results
- Publication
- Research Infrastructure
Dr. Matthias Exner, Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege, München Germany (Europe)
- in-depth/constructive exchanges on approaches, methods or results
ETH-KTI Projekt Switzerland (Europe)
- in-depth/constructive exchanges on approaches, methods or results
- Research Infrastructure
Dipl.-Ing. Anja Diekamp, Transidee Transferzentrum, Universität Innsbruck Austria (Europe)
- in-depth/constructive exchanges on approaches, methods or results
- Publication
- Research Infrastructure
Stiftung Pro Kloster St. Johann in Müstair Switzerland (Europe)
- in-depth/constructive exchanges on approaches, methods or results
- Publication
- Research Infrastructure
- Exchange of personnel

Communication with the public

Communication Title Media Place Year
Media relations: print media, online media Der grosse Karl wird in Müstair erstmals durchleuchtet Engadiner Post Rhaeto-Romanic Switzerland German-speaking Switzerland Italian-speaking Switzerland 2014
Media relations: print media, online media Karl der Grosse- ein Kaiser wird durchleuchtet Comet Inside German-speaking Switzerland International 2014
Media relations: radio, television Karl der Grosse im Fadenkreuz der Wissenschaft SRF Rhaeto-Romanic Switzerland Western Switzerland Italian-speaking Switzerland German-speaking Switzerland 2014
Media relations: print media, online media Neues Forschungsprojekt zur Statue Karls des Grossen im Kloster St. Johann in Müstair Archäologischer Dienst Graubünden Webseite Italian-speaking Switzerland German-speaking Switzerland Rhaeto-Romanic Switzerland Western Switzerland 2014

Associated projects

Number Title Start Funding scheme
169803 Der Stuckbestand des Klosters Müstairs - seine kunst- und materialgeschichtliche Bedeutung 01.12.2016 Project funding (Div. I-III)

Abstract

Die Stuckstatue Karls des Grossen in Müstair ist eine der Ikonen der schweizerischen Kunstgeschichte. Als ein Hauptwerk der mittelalterlichen Skulptur erscheint sie oft im europäischen Zusammenhang als Visualisierung von Karl als Pater Europae. So bekannt die Skulptur ist, so unbekannt und umstritten bleibt ihre Genese und Datierung (8.-12. Jh.). Das vorliegende Projekt untersucht auf interdisziplinärer Ebene unter Beteiligung der Kunstgeschichte, Geschichte, Restaurierungs- und Materialwissenschaften, die komplexe Bedeutung, Entstehung und Lokalisierung dieser so bedeutenden Plastik. Ziel des Projektes ist, es mittels komplementärer und vergleichender Untersuchungsmethoden den materiellen Bestand der Stuckstatue Karls des Grossen zu erfassen, in neuartiger Weise zu dokumentieren und damit den Fragen nach ihrer Entstehung, Veränderung, Funktion und letztlich der Datierung beantworten zu können. Die Forschungskontroverse um die Karlsfigur der letzten sechs Jahrzehnte zeigt, dass eine stilgeschichtlich argumentierende Kunstgeschichte allein nur marginale Fortschritte erzielen kann. So wie sich die Statue heute präsentiert, stellt sie ein Palimpsest aus verschiedenen Jahrhunderten dar. Damit stösst eine oberflächliche Analyse an ihre Grenzen. Viele Alters- und Entwicklungsspuren wurden geglättet, die Werktechnik verschleiert und die Nahtstellen verunklärt. Dabei ist es für die Analyse und Interpretation dieser Stuckplastik zentral, ihren Aufbau, die Anstückungen als Entwicklungsschritte in archäologisch-stratigrafischer Weise zu erfassen, um schliesslich zu einer kohärenten Analyse gelangen zu können. Daher legt das Projekt besonderen Wert auf einen interdisziplinären Ansatz, der neben der verantwortlichen Kunstgeschichte und Archäologie weitere Disziplinen wie Restaurierung, Materialwissenschaft und Archäometrie integral einbindet. Damit ist gewährleistet, dass eine Bestandsanalyse fast ausschliesslich mit berührungsfreien Methoden stattfinden kann. Diese Methoden haben in den letzten Jahren enorme Fortschritte gemacht; sie bedienen sich mobiler Untersuchungsmöglichkeiten, die direkt an das Objekt gebracht werden können. Dadurch ergeben sich neue Möglichkeiten, die erlauben, die Unklarheiten der Karlsstatue umfassend zu klären und angesichts des 1200. Todestag Karls des Grossen im Jahre 2014 zeitnah eine abschliessende Untersuchung vorzulegen.
-