Projekt

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New scents in action: Socio-materiality and sense-making in perfumery

Titel Englisch New scents in action: Socio-materiality and sense-making in perfumery
Gesuchsteller/in Noppeney Claus
Nummer 147133
Förderungsinstrument Projektförderung (Abt. I-III)
Forschungseinrichtung Kompetenzzentrum Unternehmensführung Berner Fachhochschule
Hochschule Berner Fachhochschule - BFH
Hauptdisziplin Bildende Kunst
Beginn/Ende 01.01.2014 - 30.09.2018
Bewilligter Betrag 351'802.00
Alle Daten anzeigen

Alle Disziplinen (2)

Disziplin
Bildende Kunst
Betriebswirtschaftslehre

Keywords (4)

Sensemaking; Sociomateriality; Scent; Design process

Lay Summary (Deutsch)

Lead
"New Scents in Action" untersucht Prozesse der Entwicklung neuer Düfte.Im Zentrum steht die Frage, wie dem Duft während des Entwicklungsprozesses fortlaufend Bedeutungen zugeschrieben werden: Wie werden neue Düfte entwickelt? Wie werden Bedeutungen beim Prozess der Duftentwicklung unter den beteiligten Akteuren verhandelt? Und welche Rolle spielt die besondere Materialität von Düften dabei?
Lay summary
Diese Fragen weisen auf zwei Diskussionsfelder in der aktuellen Design- und Organisationsforschung: Sense-making und Socio-Materiality. Beide Diskussionen gehen von alltäglichen Beobachtungen aus: Entscheidungen, Prozesse oder Strategien erschliessen sich erst im Rückblick oder alltagspraktisch: "Das Leben wird nach vorne gelebt, aber nach hinten verstanden" (Kierkegaard). In arbeitsteiligen Organisationen werden jedoch Bedeutungen nicht einfach zugeschrieben, sondern fortlaufend ausgehandelt. Soche Prozesse des "Sense-making" und "Sense-giving" erfolgen in der Praxis unter Beteiligung von materiellen Objekten oder Artefakten - und eben nicht nur in den Köpfen (kognitiv). Studien aus dem Feld "Socio-materiality" arbeiten die Bedeutung von materiellen Objekten oder Artefekten gerade bei der Produktentwicklung heraus.

Das Forschungsprojekt bezieht beide Diskussionen aufeinander und untersucht am Beispiel der Entwicklung neuer Düfte das Wechselverhältnis von Socio-materiality und Sense-making. Die besonderen Eigenschaften von Düften, ihre Flüchtigkeit und Materialität machen das Projekt speziell. Dabei wird das Projekt den empirischen Kontext des Vorprojekts erweitern und verschiedene Bereichen einbeziehen: Konventionelle Parfums, Düfte aus dem Bereich der Artistic Perfumery sowie funktionale Düfte. Es wird untersucht, wie den Düften Bedeutung zugeschrieben wird, wie die Bedeutung der Düfte unter den beteiligten Akteuren ausgehandelt wird, wie die Düfte Bedeutungen vermitteln, ja, wie ein Duft mit seinen speziellen Eigenschaften möglicherweise zu seiner Entwicklung auch beiträgt.

Methodisch ist das Vorhaben qualitativ angelegt: Forschende begleiten aus möglichst grosser Nähe zentrale Arbeitsschritte: das Briefing an die Parfumeure, die zuweilen langwierige Arbeit einzelner Parfumeure, den kollegialen Austausch zwischen Parfumeuren bei der Prüfung verschiedener Varianten und Versionen sowie schliesslich die Diskussionen zwischen dem Parfumeur und den Evaluatoren des Auftraggebers.

Direktlink auf Lay Summary Letzte Aktualisierung: 06.01.2014

Verantw. Gesuchsteller/in und weitere Gesuchstellende

Mitarbeitende

Zusammenarbeit

Gruppe / Person Land
Formen der Zusammenarbeit
Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung GmbH Deutschland (Europa)
- vertiefter/weiterführender Austausch von Ansätzen, Methoden oder Resultaten
Copenhagen Business School, Department of Intercultural Communication and Management Dänemark (Europa)
- vertiefter/weiterführender Austausch von Ansätzen, Methoden oder Resultaten
Grenoble Ecole de Management Frankreich (Europa)
- vertiefter/weiterführender Austausch von Ansätzen, Methoden oder Resultaten
- Publikation
Hochschule der Künste Bern, Forschungsschwerpunkt Intermedialität Schweiz (Europa)
- vertiefter/weiterführender Austausch von Ansätzen, Methoden oder Resultaten
ESG UQAM, Département de management et technologie Kanada (Nordamerika)
- vertiefter/weiterführender Austausch von Ansätzen, Methoden oder Resultaten
University of Gothenburg, Faculty of Fine, Applied and Performing Arts Schweden (Europa)
- vertiefter/weiterführender Austausch von Ansätzen, Methoden oder Resultaten

Kommunikation mit der Öffentlichkeit

Kommunikation Titel Medien Ort Jahr
Medienarbeit: Printmedien, Online-Medien Mehr als Duft und Gestank Neue Zürcher Zeitung Deutschschweiz 2014

Verbundene Projekte

Nummer Titel Start Förderungsinstrument
135575 Wartezeiten in Organisationen und künstlerische Intervention 01.05.2011 Interdisziplinäre Projekte
132215 Wissensduft: Designprozesse und Objektpraxis bei der Entwicklung affektbasierter Parfums 01.11.2010 Projektförderung (spezial)
164795 Smelling More, Smelling Differently: Scent as Cultural Practice 01.08.2017 Agora

Abstract

The present research project tries to shed light on the socio-material and sense-making processes that are at work during the development of new scents - a field that has largely remained unexplored in design and organization studies. The project builds on and extends the research focus of ‘Wissensduft’ (SNF DORE 13DPD3_132215/1, January 2010 to March 2013), a research project that explored the aesthetic knowledge and object practices in artistic perfumery. While the forerunner project ‘zoomed in’ on the micro-practices of a single site, the current project attempts to ‘zoom out’ and compare the insights of the niche sector with the mainstream industry and to widen the theoretical lens (Nicolini, 2009a,b) in order to validate, specify, and add new knowledge to our insights. Empirically, the project will subject the development of scents in conventional, formal, and team-oriented settings at leading perfume houses to a qualitative analysis. On the theoretical side, the project will apply a socio-materiality perspective (Knorr Cetina, 1997; Latour, 2005; Orlikowski, 2007; Pickering, 1995) and study processes of sense-making (Weick, 1995). The combination of these two perspectives will enable us to expand the current focus on socio-material entanglements to encompass cognitive-material and sensory-material entanglements. By doing so, the project engages with recent developments in our knowledge of material practices in collective sense-making in design processes (Stigliani & Ravasi, 2012), on how an evolving cultural product plays an active role in the process of its making (Strandvad, 2011, 2012), and on the sensory dimension of materiality (Pels, Hetherington, & Vandenberghe, 2002). The project will address the following research questions: a) Socio-materiality: How does the evolving scent take on an active part in the collaborative process of its making? By studying the practices of new scents development in mainstream perfumery, we hope to gain a better understanding of the role materiality plays in materializing the immaterial as well as of the relevant networks and interactions between human and non-human actors in the creation of novel outcomes. b) Sense-making: How do the different actors (individually and collectively) make sense of scent in the process of its making? c) Materiality & Sense-making: How does sensory materiality influence cognitive sense-making? How does the subjective sensory perception of scents influence individual and collective sense-making? By paying particular attention to the individual and collective sense-making processes during the development process, we want to explore how materiality is not only socially entangled, but also caught up in sensory and cognitive entanglements.
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