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Familienfreundliche Organisationen und Vaterschaft. Voraussetzungen, Barrieren und Effektivität familienfreundlicher Massnahmen.

English title Family-friendly Organizations and Fatherhood. Conditions, barriers and effectiveness of family-friendly measures.
Applicant Liebig Brigitte
Number 146106
Funding scheme Project funding (Div. I-III)
Research institution Institut für Kooperationsforschung und -entwicklung Hochschule für Angewandte Psychologie FHNW
Institution of higher education University of Applied Sciences and Arts Northwestern Switzerland (without UTE) - FHNW
Main discipline Sociology
Start/End 01.06.2013 - 31.10.2015
Approved amount 237'725.00
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All Disciplines (2)

Discipline
Sociology
Applied psychology

Keywords (7)

Father; family friendlyness ; gender equality; organisation; gender; men; case studies

Lay Summary (German)

Lead
In öffentlichen und privatwirtschaftlichen Organisationen der Schweiz wie in Europa ist heute generell ein Trend zur ‚Familienfreundlichkeit‘ zu erkennen, wobei zunehmend auch Väter zur Zielgruppe der damit verknüpften betrieblichen Massnahmen werden. In dieser Studie geht es um die Frage, unter welchen Bedingungen (zukünftige) Väter Massnahmen zur Förderung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie tatsächlich nutzen.
Lay summary

Fragestellungen und Verfahren

Welche Hoffnungen und Befürchtungen bringen Väter heute familienfreundlichen Massnahmen der Betriebe entgegen, welche Rolle spielen dabei berufliche Situationen, partnerschaftliche Arrangements oder auch Selbstentwürfe als ‚Mann‘? Und welche Mechanismen spielen auf der Ebene von Teams und Organisationen eine Rolle, sodass ein Vaterschaftsurlaub, Teilzeitarbeit oder ein Home Office Day von Männern in Anspruch genommen wird? Im Anschluss an aktuelle Beiträge der Männer-, der Geschlechter- und Organisationsforschung geht das Projekt bei der Bearbeitung dieser Fragen dem Zusammenwirken von betrieblichen Bedingungen, normativen Handlungserwartungen und den individuellen Entscheidungen der organisationalen Akteure nach.

Zentrales Element der Studie bildet die vergleichende Analyse von ca. 8 als ‚familienfreundlich‘ zertifizierten Unternehmen und Verwaltungen der Schweiz. In enger Kooperation mit den Betrieben werden Dokumentenanalysen, Gespräche mit Massnahmeverantwortlichen, mit (zukünftigen) Vätern sowie Mitarbeitendenbefragungen durchgeführt.

Gesellschaftlicher Kontext

Die Studie lässt Hinweise zum Bedarf und den Barrieren der Inanspruchnahme betrieblicher Programme zur Vereinbarkeit von Beruf und Elternschaft durch Männer sowie Empfehlungen erwarten, die  Betriebe darin unterstützen können, bisherige Aktivitäten zu evaluieren und ihr Engagement auf der Ebene verschiedener betrieblicher Handlungsebenen anzupassen.

Für gleichstellungspolitische Akteure/Akteurinnen in der Schweiz bietet die Studie überdies  fundierte Erkenntnisse zur Frage, ob und unter welchen Bedingungen sich ein Kernbereich gleichstellungspolitischen Handelns für beide Geschlechter bewährt.

 

Direct link to Lay Summary Last update: 12.06.2013

Responsible applicant and co-applicants

Employees

Publications

Publication
Die Emanzipation der neuen Väter-Generation
Liebig Brigitte Peitz Martina & Kron Christian (2016), Die Emanzipation der neuen Väter-Generation, HR-Today, Zürich.
Väterorientierte Massnahmen in Unternehmen und Verwaltungen der Schweiz. Ein Handbuch,
Liebig Brigitte Peitz Martina Kron Christian (ed.) (2016), Väterorientierte Massnahmen in Unternehmen und Verwaltungen der Schweiz. Ein Handbuch,, Rainer Hampp Verlag, Mering.
Aktive Vaterschaft als Karriere-Turbo für arbeitende Mütter?
Brigitte Liebig Christian Kron (2015), Aktive Vaterschaft als Karriere-Turbo für arbeitende Mütter?, HR-Today, Zürich.
Vaterschafts- und Elternurlaub in der Schweiz. Der lange Weg zu einer väterfreundlichen Familienpolitik
Liebig Brigitte & Peitz Martina (2014), Vaterschafts- und Elternurlaub in der Schweiz. Der lange Weg zu einer väterfreundlichen Familienpolitik, Eidg. Kommission für Frauenfragen EKF, Bern.
Ambivalent Benevolence: the instrumental rationality of father-friendly policies in Swiss organizations
Brigitte Liebig Christian Kron, Ambivalent Benevolence: the instrumental rationality of father-friendly policies in Swiss organizations, in Liebig Brigitte Oechsle Mechtild (ed.), Hampp Verlag, Mering.
Fathers in Work Organizations
Liebig Brigitte/Oechsle Mechtild (ed.), Fathers in Work Organizations, Barbara Budrich Publishers, Opladen/Berlin/Toronto.
Introduction: Fathers in Work Organizations: Inequalities and Capabilities, Rationalities and Politics
Liebig Brigitte/Oechsle Mechtild, Introduction: Fathers in Work Organizations: Inequalities and Capabilities, Rationalities and Politics, in Liebig Brigitte/Oechsle Mechtild (ed.), Barbara Budrich Publishers, Opladen/Berlin/Toronto.
Organisationaler Wandel durch neue Väter? Eine neo-institutionalistische Analyse aktiver Vaterschaft in Erwerbsorganisationen
Liebig Brigitte & Peitz Martina, Organisationaler Wandel durch neue Väter? Eine neo-institutionalistische Analyse aktiver Vaterschaft in Erwerbsorganisationen, in Funder Maria (ed.), Nomos, Baden-Baden.

Collaboration

Group / person Country
Types of collaboration
Fachstelle UND Familien- und Erwerbsarbeit, Daniel Huber Switzerland (Europe)
- in-depth/constructive exchanges on approaches, methods or results
- Publication
Department of Sociology, Mens Studies, Prof. Dr. Michael Kimmel United States of America (North America)
- in-depth/constructive exchanges on approaches, methods or results
CRC 882 From Heterogeneities to Inequalities, Prof. Dr. Mechtild Oechsle, Univ. Bielefeld Germany (Europe)
- in-depth/constructive exchanges on approaches, methods or results
- Publication
- Research Infrastructure
Professor für Soziologie der Geschlechterverhältnisse, Männerforschung, Prof. Dr. Michael Meuser Germany (Europe)
- in-depth/constructive exchanges on approaches, methods or results
- Publication

Scientific events

Active participation

Title Type of contribution Title of article or contribution Date Place Persons involved
Antrittsvorlesung Individual talk True Lies – oder wie gehen Organisationen mit Vaterschaft um? 23.02.2016 Universität Basel , Switzerland Liebig Brigitte;
Neo-Institutionalismus – Revisited. Bilanz und Weiterentwicklungen aus der Sicht der Geschlechterforschung Talk given at a conference Institutionalisierte Widersprüche: Organisationaler Wandel durch „Neue Väter“? 16.10.2015 JWGoethe Univ. Frankfurt, Germany Liebig Brigitte;
Kollektive Dynamiken, soziale (De-)Regulierung und Öffentlichkeit Talk given at a conference Male Breadwinner oder Caring Dad? Tradition und Neukonfiguration männlicher Orientierungsmuster 04.06.2015 Univ. Lausanne , Switzerland Liebig Brigitte;
Hochschule für Wirtschaft Basel FHNW, Mittagsforum Individual talk Familienfreundliche Organisationen und Vaterschaft, 05.05.2015 Hochschule für Wirtschaft, FHNW, Switzerland Kron Christian;
Fakultätssitzung der Phil.-Hist. Faktultät, Universität Basel Individual talk Zur Marginalisierung von Vaterschaft in Organisationen 30.04.2015 Univ. Basel, Switzerland Liebig Brigitte;
Fathers in Work Organizations: Inequalities and Capabilities, Rationalities and Politics Talk given at a conference Ambivalent Benevolence: Organizational Rationalities of Fatherhood 13.03.2015 Univ. Bielefeld, Germany Liebig Brigitte;
Väterfreundliche Unternehmens- und Personalpolitik Talk given at a conference Herausforderungen und Lösungsansätze für eine väterfreundliche Unternehmens- und Personalpolitik, 02.11.2014 Basel, Novartis Campus, Switzerland Liebig Brigitte;
Gender, Work and Organization" 8th Biennial International Interdisciplinary Conference Talk given at a conference Family-friendly work organizations and fatherhood. The Case of Switzerland 25.06.2014 Keele University, Great Britain and Northern Ireland Liebig Brigitte;
Changing Work and Family Relationships in a Global Economy Talk given at a conference Family-friendly work organizations and fatherhood. The Case of Switzerland 21.06.2014 New York, NYC, United States of America Liebig Brigitte;
Eidgenössisches Departement des Innern EDI, Bundesamt für Sozialversicherungen BSV Individual talk Familienfreundliche Organisationen und Vaterschaft 10.02.2014 Bern, Switzerland Liebig Brigitte;


Self-organised

Title Date Place

Knowledge transfer events



Self-organised

Title Date Place
Workshop III mit 9 Praxispartnern: Familienorientierte Organisationen und Vaterschaft: Ergebnisse, Massnahmen & Ausblick 12.06.2015 Hochschule für Angewandte Psychologie, FHNW, Switzerland
Workshop II mit 9 Praxispartnern: Familienorientierte Organisationen und Vaterschaft: Erste Ergebnisse und nächste Schritte 06.04.2014 Hochschule für Angewandte Psychologie, FHNW, Switzerland
Workshop I mit 9 Praxispartnern: Kick-Off: Familienorientierte Organisationen und Vaterschaft 21.11.2013 Hochschule für Angewandte Psychologie, FHNW, Switzerland

Communication with the public

Communication Title Media Place Year
Media relations: print media, online media Aktive Vaterschaft als Karriere-Turbo für arbeitende Mütter? HR-Today German-speaking Switzerland International Western Switzerland 2015
Other activities Falldossiers: AXA, Bank Coop, Namics, Reinmetall Air Defence AG, Vitra, AWA Basel, BAKOM etc. German-speaking Switzerland 2015

Abstract

Männer werden heute zunehmend zur Zielgruppe gleichstellungspolitischer Massnahmen. So werden zunehmend auch Fragen zur Vereinbarkeit von Beruf und Elternschaft in Einbezug von Männern aufgeworfen: In öffentlichen und privatwirtschaftlichen Organisationen der Schweiz und in Europa ist generell ein Trend zur ‚Familienfreundlichkeit‘ zu erkennen, wobei auch Väter als Ziel- und Anspruchsgruppe von Massnahmen gelten. Voraussetzungen, Erwartungen und Befürchtungen, die (zukünftige) Väter vor dem Hintergrund spezifischer biographisch-beruflicher Situationen, individueller Lebensentwürfe oder partnerschaftlicher Arrangements an diese Massnahmen herantragen, sind allerdings weitestgehend unbekannt. Auch fehlt es an Analysen, welche die Bedingungen und Herausforderungen darlegen könnten, die auf organisationaler Ebene mit dem Erfolg familienfreundlicher Strategien, im Sinne ihrer Nutzung und positiven Beurteilung durch Männer bzw. Väter verknüpft sind. Ziel der Studie ist es, Voraussetzungen und Hindernisse einer Inanspruchnahme familienfreundlicher Massnahmen durch Väter zu identifizieren. In Berücksichtigung aktueller Beiträge der Männer-, der Geschlechter- und Organisationsforschung sowie in Auseinandersetzung mit aktuellen Ansätzen zur Familienfreundlichkeit sollen die Wirkungsweisen und die Effektivität aktueller Massnahmen in ihrer Bedeutung für (zukünftige) Väter beurteilt sowie Möglichkeiten und Instrumente ihrer Optimierung für Arbeitsorganisationen aufgezeigt werden. Dabei wird das Zusammenspiel zwischen strukturellen Bedingungen der Familienfreundlichkeit, institutionalisierten Handlungserwartungen und den individuellen Entscheidungen der organisationalen Akteure in den Mittelpunkt gerückt. Zentrales Element der empirischen Studie bildet die fallvergleichende Analyse von 6-10 als ‚familienfreundlich‘ zertifizierten Organisationen aus Verwaltung und Privatwirtschaft der Schweiz. Innerhalb der Betriebe erfolgt die Analyse der Daten umfassend und detailliert auf der Basis einer Zusammenführung qualitativer und quantitativer Erhebungs- und Auswertungsverfahren. Die Studie lässt nicht nur Hinweise zum Bedarf sowie den Barrieren der Inanspruchnahme betrieblicher Programme zur Vereinbarkeit von Beruf und Elternschaft durch Männer (und Frauen), sondern auch Empfehlungen erwarten, die Grundlage zukünftiger personalpolitischer Strategien und Entwicklungsmassnahmen in den Organisationen bilden können. Das im Projekt erarbeitete Wissen sowie die Darstellung von ‚good practises‘ können Betriebe darin unterstützen, bisherige Aktivitäten zu evaluieren und ihr Engagement auf der Ebene verschiedener betrieblicher Handlungsebenen anzupassen. Für männer- und gleichstellungspolitische Akteure/Akteurinnen in der Schweiz bietet die Studie empirisch fundierte Erkenntnisse zur Frage, inwiefern und unter welchen Bedingungen sich ein Kernbereich gleichstellungspolitischen Handelns für beide Geschlechter bewährt bzw. inwiefern möglicherweise Modifikationen oder Ergänzungen darauf ausgerichteter Aktivitäten notwendig sind.
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