Project

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Die Philosophie Ludwig Hohls (1904-1980) in den "Notizen"

Applicant Ferber Rafael
Number 129684
Funding scheme Project funding (Div. I-III)
Research institution Theologische Fakultät Universität Luzern
Institution of higher education University of Lucerne - LU
Main discipline Philosophy
Start/End 01.05.2010 - 30.04.2013
Approved amount 158'981.00
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All Disciplines (2)

Discipline
Philosophy
German and English languages and literature

Keywords (5)

Ludwig Hohl; Philosophy; Art of Life; Aphorism; Switzerland

Lay Summary (German)

Lead
Lay summary
Der Schweizer „écrivain-philosophe“ Ludwig Hohl (1904-1980) hat ein „Notizenwerk“ geschaffen, dessen philosophische Relevanz in der Hohl-Forschung stets betont wurde, ohne dass sie jemals wissenschaftlich analysiert worden wäre. Das Versäumte nachzuholen ist das Ziel des vorliegenden Projekts: es soll die philosophische Dimension dieses Werks aufzeigen sowie historisch und systematisch bestimmen und auswerten. Dabei wird dafür argumentiert, dass Hohls Notizen formal und inhaltlich als „exercises spirituels“ (Hadot) verstanden werden können. Zur Bekräftigung dieser These werden unveröffentlichte Schriften und bisher unerforschte biographische Zeugnisse aus Hohls Nachlass am Schweizerischen Literaturarchiv (SLA) herangezogen. Eine Auseinandersetzung mit dem „Notizenwerk“ vor dem Hintergrund eines Philosophieverständnisses im Sinne von “exercises spirituels“ kann nicht nur als Kritik und Erweiterung der bestehenden Hohl-Forschung von Bedeutung sein, sondern auch von fachwissenschaftlichem Interesse für die Philosophie. Angesichts der aktuellen Debatte um das Verhältnis von Philosophie und menschlichem Leben möchte dieses Projekt nämlich auch als Beitrag verstanden werden zur permanenten Aufgabe der Selbstvergewisserung der Philosophie in ihren verschiedenen literarischen Gestalten. Mit Ludwig Hohl soll zudem einer der wenigen Schweizer Denker nicht zuletzt durch Erschliessung noch unveröffentlichter Texte weiterer Forschung zugänglich gemacht werden. (Das „Notizenwerk“, wie es bisher publiziert wurde, besteht aus folgenden, selbständigen Veröffentlichungen: (a) „Nuancen und Details“ (I und II, Zürich 1939 [Oprecht]; III, Genf 1943 [Selbstverlag]; I-III, Olten 1964 [Walter] und Frankfurt a.M. 1982 (2. Auflage) sowie 1990 („Suhrkamps Weisses Programm Schweiz“) [Suhrkamp]), (b) „Die Notizen oder Von der unvoreiligen Versöhnung“ (I-VI, Zürich 1944 [Artemis]; VII-XII, Zürich 1954 [Artemis]; I-XII, Frankfurt a.M. 1982 (2. Auflage „Bibliothek Suhrkamp“) und 2004 (6. Auflage, Taschenbuch Bd.1000) [Suhrkamp]) sowie (c) „Von den hereinbrechenden Rändern. Nachnotizen / Anmerkungen: 2 Bände“ (hg. v. Johannes Beringer und Hugo Sarbach, Frankfurt a.M. 1986 [Suhrkamp]).)The Swiss écrivain-philosophe Ludwig Hohl (1904-1980) has created a work of "Notices" whose philosophical significance has remained undisputed without having been analysed. The aim of the project is to make up for this omission by trying to show the philosophical dimension of the "Notices" and to elucidate them in their philosophical and historical respects.
Direct link to Lay Summary Last update: 21.02.2013

Responsible applicant and co-applicants

Employees

Publications

Publication
"Man soll nicht [handeln und denken] als Kinder seiner Eltern." Zu Ludwig Hohls Herakliteeischem Lebensmotto.
Ferber Rafael (2013), "Man soll nicht [handeln und denken] als Kinder seiner Eltern." Zu Ludwig Hohls Herakliteeischem Lebensmotto., in Quarto. Zetischrift des Schweizerischen Literaturarchivs, 36, 39-44.
"Was tut es dem Meer, ob man ihm einen Liter Wasser entzieht?". Hohls heimliche Nähe zu Nietzsche
Raaflaub Martin (2013), "Was tut es dem Meer, ob man ihm einen Liter Wasser entzieht?". Hohls heimliche Nähe zu Nietzsche, in Quarto. Zeitschrift des Schweizerischen Literaturarchivs, 36, 45-52.
Quarto: Zeitschrift des Schweizerischen Literaturarchivs, 36:39-44.
Ferber Rafael (2013), Quarto: Zeitschrift des Schweizerischen Literaturarchivs, 36:39-44., Schweizerisches Literaturarchiv, Bern.

Collaboration

Group / person Country
Types of collaboration
Schweizerisches Literaturarchiv (SLA) Switzerland (Europe)
- in-depth/constructive exchanges on approaches, methods or results
- Publication
- Research Infrastructure
Ludwig Hohl Stiftung Switzerland (Europe)
- in-depth/constructive exchanges on approaches, methods or results
- Industry/business/other use-inspired collaboration

Scientific events

Active participation

Title Type of contribution Title of article or contribution Date Place Persons involved
Ludwig Hohl (1904-1980): Wissenschaftliche Tagung zum dreissigsten Todestag Talk given at a conference "Philosophische Exkursionen im Notizenwerk. Besprechung einer Route" 06.11.2010 Universität Luzern, Switzerland Raaflaub Martin; Ferber Rafael;


Self-organised

Title Date Place
Symposium Ludwig Hohl (1904-1980) 31.05.2013 Universität Luzern, Switzerland
Hauptseminar: Die Philosophie Ludwig Hohls in den „Notizen“ 23.09.2011 Universität Luzern, Switzerland
Kolloquium: Ludwig Hohl: Die Philosophie in den «Notizen» 23.09.2011 Universität Zürich, Switzerland

Communication with the public

Communication Title Media Place Year
Print (books, brochures, leaflets) Raum der Forschung (Tag der offenen Tür der Universität Luzern) German-speaking Switzerland 2011

Abstract

Der Schweizer „écrivain-philosophe“ Ludwig Hohl (1904-1980) hat ein „Notizenwerk“ geschaffen, dessen philosophische Relevanz in der Hohl-Forschung stets betont wurde, ohne dass sie jemals wissenschaftlich analysiert worden wäre. Das Versäumte nachzuholen ist das Ziel des vorliegenden Projekts: es soll die philosophische Dimension dieses Werks aufzeigen sowie historisch und systematisch bestimmen und auswerten. Dabei wird dafür argumentiert, dass Hohls Notizen formal und inhaltlich als „exercises spirituels“ (Hadot) verstanden werden können. Zur Bekräftigung dieser These werden unveröffentlichte Schriften und bisher unerforschte biographische Zeugnisse aus Hohls Nachlass am Schweizerischen Literaturarchiv (SLA) herangezogen. Eine Auseinandersetzung mit dem „Notizenwerk“ vor dem Hintergrund eines Philosophieverständnisses im Sinne von “exercises spirituels“ kann nicht nur als Kritik und Erweiterung der bestehenden Hohl-Forschung von Bedeutung sein, sondern auch von fachwissenschaftlichem Interesse für die Philosophie. Angesichts der aktuellen Debatte um das Verhältnis von Philosophie und menschlichem Leben möchte dieses Projekt nämlich auch als Beitrag verstanden werden zur permanenten Aufgabe der Selbstvergewisserung der Philosophie in ihren verschiedenen literarischen Gestalten. Mit Ludwig Hohl soll zudem einer der wenigen Schweizer Denker nicht zuletzt durch Erschliessung noch unveröffentlichter Texte weiterer Forschung zugänglich gemacht werden. (Das „Notizenwerk“, wie es bisher publiziert wurde, besteht aus folgenden, selbständigen Veröffentlichungen: (a) „Nuancen und Details“ (I und II, Zürich 1939 [Oprecht]; III, Genf 1943 [Selbstverlag]; I-III, Olten 1964 [Walter] und Frankfurt a.M. 1982 (2. Auflage) sowie 1990 („Suhrkamps Weisses Programm Schweiz“) [Suhrkamp]), (b) „Die Notizen oder Von der unvoreiligen Versöhnung“ (I-VI, Zürich 1944 [Artemis]; VII-XII, Zürich 1954 [Artemis]; I-XII, Frankfurt a.M. 1982 (2. Auflage „Bibliothek Suhrkamp“) und 2004 (6. Auflage, Taschenbuch Bd.1000) [Suhrkamp]) sowie (c) „Von den hereinbrechenden Rändern. Nachnotizen / Anmerkungen: 2 Bände“ (hg. v. Johannes Beringer und Hugo Sarbach, Frankfurt a.M. 1986 [Suhrkamp]).)
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