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Die spanische Königin Elisabetta Farnese (1714 - 1746) als aussenpolitische Akteurin.

Applicant Ott Eva
Number 129072
Funding scheme Marie Heim-Voegtlin grants
Research institution Historisches Institut Universität Bern
Institution of higher education University of Berne - BE
Main discipline General history (without pre-and early history)
Start/End 01.09.2010 - 31.08.2011
Approved amount 69'978.00
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Keywords (7)

Dynasty; Austria; Queenship; Diplomacy; Foreign relations; Gender; Spain

Lay Summary (German)

Lead
Lay summary
Elisabetta Farnese kam 1714 als zweite Frau Philipps V. nach Spanien. Ihr grosser Einfluss auf den König und ihr hohes aussenpolitisches Gewicht sind in der Forschung unumstritten. Es fehlen jedoch Untersuchungen über ihre Netzwerke und ausgewogene Beurteilungen ihres Handelns. Bereits von den Zeitgenossen wurde Elisabetta Farnese als verantwortungslose Interessenspolitikerin beschrieben, die ihre eigenen familiären Ambitionen über die „wahren“ (machtpolitischen) Interessen der Katholischen Monarchie gestellt habe und auch in der Historiographie wird sie stets als machtgierige und dominante Gattin des zunehmend in geistige Umnachtung fallenden Königs dargestellt.Es erscheint daher geboten, ihre tatsächlichen Handlungsmöglichkeiten auszuloten. Dazu sollen anhand einer vergleichenden Analyse der Berichte der am Madrider Hof residierenden ausländischen Gesandten die Netzwerke der Königin herausgearbeitet, respektive die Zugangsmöglichkeiten zu derselben dargestellt werden. Gleichzeitig sollen die Legitimations- und Inszenierungsstrategien der Königin untersucht werden, mit welchen sie Kritik an ihrem Handeln abzuwehren versuchte.
Direct link to Lay Summary Last update: 21.02.2013

Responsible applicant and co-applicants

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Scientific events



Self-organised

Title Date Place

Associated projects

Number Title Start Funding scheme
113334 Weibliche Diplomatie? Frauen als aussenpolitische Akteurinnen (18. Jahrhundert) 01.01.2007 Project funding (Div. I-III)

Abstract

Elisabetta Farnese kam 1714 als zweite Frau Philipps V. nach Spanien. Ihr grosser Einfluss auf den König und ihr hohes aussenpolitisches Gewicht sind in der Forschung unumstritten. Es fehlen jedoch Untersuchungen über ihre Netzwerke und ausgewogene Beurteilungen ihres Handelns. Bereits von den Zeitgenossen wurde Elisabetta Farnese als verantwortungslose Interessenspolitikerin beschrieben, die ihre eigenen familiären Ambitionen über die „wahren“ (machtpolitischen) Interessen der Katholischen Monarchie gestellt habe und auch in der Historiographie wird sie stets als machtgierige und dominante Gattin des zunehmend in geistige Umnachtung fallenden Königs dargestellt. Es erscheint daher geboten, ihre tatsächlichen Handlungsmöglichkeiten auszuloten. Dazu sollen anhand einer vergleichenden Analyse der Berichte der am Madrider Hof residierenden ausländischen Gesandten die Netzwerke der Königin herausgearbeitet, respektive die Zugangsmöglichkeiten zu derselben dargestellt werden. Gleichzeitig sollen die Legitimations- und Inszenierungsstrategien der Königin untersucht werden, mit welchen sie Kritik an ihrem Handeln abzuwehren versuchte.
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