Project

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Multilokales Wohnen im Spannungsfeld zwischen Mobilität und Sesshaftigkeit

English title Multilocal Living at the Interface of Mobility and Settledness
Applicant Hilti Nicola
Number 129055
Funding scheme Marie Heim-Voegtlin grants
Research institution ETH Wohnforum Departement Architektur ETH Zürich
Institution of higher education ETH Zurich - ETHZ
Main discipline Sociology
Start/End 01.02.2010 - 30.09.2010
Approved amount 34'804.00
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All Disciplines (2)

Discipline
Sociology
Ethnology

Keywords (6)

Spatial Capital; Housing; Multilocality; Methods and Data Triangulation; Mobility; Place Identity

Lay Summary (German)

Lead
Lay summary
Thema
Ausgangspunkt der Untersuchung ist die Beobachtung, dass sich immer mehr Menschen im Alltag multilokal organisieren (wollen oder müssen). Multilokales Wohnen bezeichnet die Organisation des Lebensalltags über zwei oder mehr Wohnstandorte hinweg.
Die Lebensführung verteilt über mehrere Wohnstandorte hinweg ist nicht etwas gänzlich Neues; es lässt sich jedoch ein bemerkenswerter qualitativer und quantitativer Wandel dieses Phänomens feststellen. Multilokale Wohnformen in der Schweiz - wie auch anderswo - kommen immer häufiger und in ganz verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen vor. Entsprechend vielfältig sind die Ausprägungen multilokaler Wohnweisen sowie die Motive dahinter.

Bedeutung
Eine multilokale Lebensform steht in Wechselwirkung mit zahlreichen Bereichen: Wohnen, Arbeit, Freizeit, soziale Beziehungen u. a. m. Für AkteurInnen aus den unterschiedlichen Gesellschaftsbereichen wie Politik, Wirtschaft, Verkehr, Soziales und nicht zuletzt auch der Architektur und (Raum-)Planung ist es von großer Bedeutung, zu wissen, wie, wo und weshalb ihre "Kundschaft" sich bewegt, wohnt, arbeitet - kurz: lebt - so wie sie es tut.
Bislang ist auf Seiten der Sozial- und Kulturwissenschaften sehr wenig über die individuellen und gesellschaftlichen Bedeutungen und Auswirkungen derartiger Lebensformen bekannt. Auch die Statistik kann die neuen Lebensrealitäten nicht adäquat erfassen.

Ziele
Das Forschungsprojekt verfolgt die Ziele, die Bandbreite multilokaler Wohnformen zu erfassen, die damit verbundenen sozialen und kulturellen Prozesse zu verstehen sowie die individuellen und gesellschaftlichen Bedeutungen des Phänomens aufzuzeigen. Das Projekt soll als Grundlagenforschung und als Angebot verstanden werden, am höchst aktuellen Thema des "Mehrfachwohnens" weiterzudenken und zu -planen.

Methoden
Im Zentrum des methodischen Ansatzes steht die gelebte Erfahrung multilokal Wohnender. Das "Herzstück" der Empirie bilden rund 30 qualitative Interviews mit multilokal Wohnenden in der Schweiz, ergänzt durch das Erschließen diskursiver Quellen sowie die Sichtung statistischer Daten.
Direct link to Lay Summary Last update: 21.02.2013

Responsible applicant and co-applicants

Employees

Publications

Publication
Multi-local lifeworlds: between movement and mooring
Hilti Nicola (2016), Multi-local lifeworlds: between movement and mooring, in ultural Studies Special Issue „(Im)Mobilities of Dwelling: Places and Practices“ , 30(3), 467-482.
Lebenswelten multilokal Wohnender. Eine Betrachtung des Spannungsfeldes von Bewegung und Verankerung
Hilti Nicola (2013), Lebenswelten multilokal Wohnender. Eine Betrachtung des Spannungsfeldes von Bewegung und Verankerung, Springer VS, Wiesbaden.

Scientific events

Active participation

Title Type of contribution Title of article or contribution Date Place Persons involved
Conference „Being In Transit – Shipboard Travel and its Role in Nineteenth-Century Globalization“ Talk given at a conference Between Movement and Mooring. Multi-local Living Today 24.01.2013 Heidelberg, Germany Hilti Nicola;
Baumeister-Apéro des Baumeisterverbandes Liechtenstein Individual talk Bewegte Gesellschaft – bewegtes Wohnen. Folgen des gesellschaftlichen und demografischen Wandels für Wohnformen und Wohnungstypen 24.01.2012 Vaduz, Liechtenstein Hilti Nicola;
AAG (Association of American Geographers) Meeting Talk given at a conference Life Worlds of Multilocal Dwellers between Movement and Anchoring 24.01.2012 New York, United States of America Hilti Nicola;
Aaeron Kongress „Status.Trends.Visionen“ Talk given at a conference Wohnen in Bewegung – neue Herausforderungen für die Wohnungswirtschaft durch multilokal Wohnende 24.01.2011 Garmisch-Partenkirchen, Germany Hilti Nicola;


Communication with the public

Communication Title Media Place Year
Media relations: print media, online media Mal hier, mal dort (von Stefan Hartmann) NZZ German-speaking Switzerland 2012
Media relations: print media, online media Mehrfach verortet (von Stefan Hartmann) St. Galler Tagblatt German-speaking Switzerland 2012
Media relations: radio, television Interview für „Input: Fernbeziehungen: Leben mit der Sehnsucht“ (geführt von Karoline Thürkauf) DRS 3 German-speaking Switzerland 2011

Associated projects

Number Title Start Funding scheme
137947 Multilokales Wohnen in der Schweiz - Bewegte Praxis im Wechselspiel physisch-materieller, sozialer und biografischer Bedingungen 01.01.2012 Project funding (Div. I-III)
139497 Workshop "Journal Special Issue on Multilocality Studies" 01.03.2012 International Exploratory Workshops

Abstract

Ausgangspunkt des vorliegenden Forschungsvorhabens ist die Beobachtung, dass sich immer mehr Menschen im Alltag multilokal organisieren (wollen oder müssen). Multilokales Wohnen bezeichnet die Organisation des Lebensalltags über zwei oder mehr Wohnstandorte hinweg. Derartige Arrangements werden zunehmend und aus berufsbedingten, freizeitinduzierten und/oder anderen Motiven eröffnet, die sich zwischen Zwängen, Chancen und Wünschen bewegen. Die sozial- und kulturwissenschaftlich orientierte Untersuchung eines bislang kaum beforschten Phänomens folgt einem qualitativen, akteurszentrierten Ansatz. Im Erkenntnismittelpunkt stehen Fragen der Bedeutungsstrukturen und Sinnwelten, der Handlungsstrategien sowie der Orts- und Sozialbezüge multilokal Wohnender in der Schweiz. Zentrale Forschungsziele der explorativ angelegten Studie sind zum einen die Erstellung eines phänomenologischen Überblicks und zum anderen die Theoretisierung multilokalen Wohnens.
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