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Orangerien und Gewächshäuser in der Schweiz

Titel Englisch Orangeries and Greenhouses in Switzerland
Gesuchsteller/in Nicolai Bernd
Nummer 126805
Förderungsinstrument Projektförderung (Abt. I-III)
Forschungseinrichtung Institut für Kunstgeschichte Universität Bern
Hochschule Universität Bern - BE
Hauptdisziplin Kunstgeschichte
Beginn/Ende 01.11.2009 - 31.12.2011
Bewilligter Betrag 137'012.00
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Keywords (5)

Architektur- und Kulturgeschichte; art history; architectural research Switzerland; monumental preservation;

Lay Summary (Deutsch)

Lead
Lay summary
Das Forschungsprojekt zu Orangerien und Gewächshäusern in der Schweiz wird grundlegend die kulturgeschichtliche und soziale Bedeutung sowie die architektonischen und gartengeschichtlichen Entwicklungen dieser Baugattung untersuchen. Orangerien und Gewächshäuser bilden eine Brücke zwischen Bau- und Gartenkunst sowie der Botanik und eignen sich damit in besonderem Masse für die interdisziplinäre Forschung. Ein Fokus der Untersuchung wird auf die gesellschaftliche Stellung des Bauherrn gelegt. Die architektonische Entwicklung vom schlichten Bauwerk über prachtvolle Gebäude zur Glas-Eisen-Konstruktion im Zeitalter der Industriellen Revolution reflektiert unterschiedliche Diskursebenen, Modeströmungen und technologische Entwicklungen.Die topographischen und geographischen Gegebenheiten des Schweizer Naturraumes mit den unterschiedlichsten klimatischen Einflüssen haben auf engstem Raum eine besondere Pflanzen- und Gartenkultur entstehen lassen. Zu fragen ist, ob Geschichte und Lage des Schweizer Wirtschafts- und Kulturraums auch eine Sonderstellung in der gesamteuropäischen Orangeriekultur hervorbrachte, deren kulturhistorische Funktion im Kontext von Geschichte und Gesellschaft der Eidgenossenschaft mit ihren spezifischen oligarchischen und republikanischen Traditionen diskutiert wird.Nach langer Marginalisierung der Gartenkunst durch die Kunst- und Architekturgeschichte ist nun deutlich, dass Gartenkunst und -architektur zunehmend kulturhistorisch als Resonanzraum repräsentativer Ansprüche und Selbstinszenierungen sowie als künstlerischer Kosmos und Brennpunkt von botanischer Sammelleidenschaft verstanden werden muss. Neben Kleinarchitekturen und Skulpturen gehören Orangerien zum Kanon der herrschaftlichen Gartenanlage, die der Repräsentation von Herrschaft bzw. eines sich herausbildenden Bürgertums diente. Zudem manifestiert sich seit dem 18. Jahrhundert ein aufgeklärtes Bildungs- und Forschungsinteresse im Zusammenhang mit Landschafts- und Raumgestaltung sowie botanischem Interesse.Schweizweit konnten bisher etwa 70 Orangerien und Gewächshäuser lokalisiert werden, die in den unterschiedlichsten Konstellationen und räumlichen Anbindungen an Herrschaftssitze, Villenbauten, botanische Gärten sowie Klosteranlagen ein vielfältiges und beeindruckendes Spektrum von Architekturen, Ausstattungen und Pflanzensammlungen bieten.Exemplarisch werden ca. 20 Objekte erforscht, die bauhistorisch und kulturhistorisch sowie auf ihren Pflanzenbestand hin untersucht werden. Die kantonalen Denkmalämter sowie der europaweit in der Forschung engagierte "Arbeitskreis Orangerien in Deutschland e.V.", Potsdam, unterstützen das Projekt.
Direktlink auf Lay Summary Letzte Aktualisierung: 21.02.2013

Verantw. Gesuchsteller/in und weitere Gesuchstellende

Mitarbeitende

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Nummer Titel Start Förderungsinstrument
140352 Orangerien und Gewächshäuser in der Schweiz (Forts.) 01.04.2012 Projektförderung (Abt. I-III)

Abstract

Das Forschungsprojekt zu Orangerien und Gewächshäusern in der Schweiz wird grundlegend die kulturgeschichtliche und soziale Bedeutung sowie die architektonischen und gartengeschichtlichen Entwicklungen dieser Baugattung untersuchen. Die Schweiz - im Zentrum Europas gelegen - ist mit den ihr eigenen Kulturlandschaften sowie durch die jeweils angrenzenden Länder vielfältigen Einflüssen ausgesetzt, so dass unterschiedlichste Formen der Garten- und Gewächshauskulturen, deren Gestaltung und gesellschaftliche Funktion zu untersuchen sind.Orangerien und Gewächshäuser bilden eine Brücke zwischen Bau- und Gartenkunst sowie der Botanik und eignen sich damit in besonderem Masse für die interdisziplinäre Forschung. Ein Fokus der Unter¬suchung wird auf die gesellschaftliche Stellung des Bauherrn gelegt. Die architektonische Entwick¬lung vom schlichten Bauwerk über prachtvolle Gebäude zur Glas-Eisen-Konstruktion im Zeitalter der Industriellen Revolution reflektiert diachron und synchron unterschiedliche Diskursebenen, Modeströmungen und technologische Entwicklungen.Die topographischen und geographischen Gegebenheiten des Schweizer Naturraumes mit den unterschiedlichsten klimatischen Einflüssen haben auf engstem Raum eine besondere Pflanzen- und Gartenkultur entstehen lassen. Ob die spezielle Geschichte und Lage des Schweizer Wirtschafts- und Kulturraums auch eine Sonderstellung in der gesamteuropäi¬schen Orangeriekultur hervorbrachte, soll mit den Ergebnissen des Forschungsprojektes beantwortet werden. Bilden Orangerien in der Schweiz bisher ein Forschungsdesiderat, so erstellt dieses Projekt ein grundlegendes Inventar der Orangerien und diskutiert deren kulturhistorische Funktion im Kontext der Schweizer Geschichte und Gesellschaft mit ihren spezifischen oligarchischen und republikanischen Traditionen.Nach jahrzehntelanger Marginalisierung der Gartenkunst durch die Kunst- und Architekturgeschichte hat die Forschung der letzten Jahrzehnte deutlich gemacht, dass Gartenkunst und -architektur zunehmend prononciert als Spiegel kulturhistorischer und gesellschaftlicher Beziehungen, als Resonanzraum repräsentativer Ansprüche und Selbstinszenierungen sowie als künstlerischer Kosmos und Brennpunkt von botanischer Sammelleidenschaft verstanden werden muss. Neben Kleinarchitekturen, Skulpturen und Wasserbauwerken gehören Orangerien und Gewächshäuser zum Kanon der repräsentativen Gartenanlage, die der Repräsentation von Herrschaft bzw. eines sich herausbildenden Bürgertums diente. Zudem manifestiert sich seit dem 18. Jahrhundert ein aufgeklärtes Bildungs- und Forschungsinteresse im Zusammenhang mit Landschafts- und Raumgestaltung beispielhaft in diesen Bauwerken, die fremdländischen und exotischen Pflanzen in nordalpinen Regionen, wie der Schweiz, Schutz bieten.Schweizweit konnten bisher etwa 70 Orangerien und Gewächshäuser lokalisiert werden, die in den unterschiedlichsten Konstellationen und räumlichen Anbindungen an Herrschaftssitze, Villenbauten, botanische Gärten sowie Klosteranlagen ein vielfältiges und beeindruckendes Spektrum von Architekturen, Ausstattungen und Pflanzensammlungen bieten.Im Mittelpunkt steht die exemplarische Analyse von ca. 20 Objekten, die bauhistorisch und kulturhistorisch sowie auf ihren Pflanzenbestand hin untersucht werden. Die kantonalen Denkmalämter sowie der europaweit in der Forschung engagierte „Arbeitskreis Orangerien in Deutschland e.V.“, Potsdam, haben für das Projekt grosses Interesse gezeigt und ihre Unterstützung zugesichert.
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