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LITTLE BANGS. Konzepte der Improvisation. Internationales Symposion

English title LITTLE BANGS. Concepts of Improvisation. Internatonal Symposion
Applicant Kunkel Michael
Number 125805
Funding scheme DORE conferences
Research institution Forschung und Entwicklung Hochschule für Musik Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW
Institution of higher education University of Applied Sciences and Arts Northwestern Switzerland (without UTE) - FHNW
Main discipline Music, Theatre
Start/End 01.01.2009 - 31.03.2009
Approved amount 10'000.00
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All Disciplines (4)

Discipline
Music, Theatre
Applied psychology
German and English languages and literature
Philosophy

Keywords (4)

Improvisation; Musik-Vermittlung; Kontextualisierung; Transdisziplinarität

Lay Summary (German)

Lead
Lay summary
Kein Lay-Summary nötig.
Direct link to Lay Summary Last update: 21.02.2013

Responsible applicant and co-applicants

Abstract

LITTLE BANGS Improvisationen. Konzerte, Performances, Workshops, Vorträge Saison 2008/09 «Wenn eine Spezies nicht improvisieren kann, stirbt sie aus.» (Derek Bailey) Dazu wird es vorerst nicht kommen: Improvisation ist eine Haltung, die wir in verschiedensten Situationen mit grosser Selbstverständlichkeit pflegen, meist ohne es besonders zu bemerken. In der Musik gab und gibt es eine Fülle an improvisatorischen Aktivitäten und man könnte annehmen, auch dies sei eine Selbstverständlichkeit. Das ist nicht der Fall. Aus Sicht der «komponierten» Musik, der Musikwissenschaft und der Musikwirtschaft ist (zumal «freie») «Improvisation» bestenfalls ein zweitrangiges Phänomen. Längst haben sich bestimmte Schulen und Ästhetiken des Improvisatorischen stark ausdifferenziert. Ergebnis ist eine hochspannende und ziemlich unübersichtliche Landschaft individueller musikalischer Einzelinitiativen. Das Projekt LITTLE BANGS, bestehend aus Konzerten und einem Internationalen Symposion, verfolgt zwei Ziele: Zum einen wird versucht, die vorhandenen vielen vitalen und oft hermetischen Mikrokosmoi improvisierter Musik aufzubrechen und deren Aktivitäten zueinander in Beziehung zu setzen; zum anderen ist die Relevanz «improvisatorischen Handelns» auch ausserhalb des Musikalischen zu untersuchen. Der Musiker Frederic Rzewski beschreibt das Universum der freien Improvisation als «eine endlose Folge kleiner Explosionen, kleiner Urknalle [little bangs], die fortwährend neue Welten schaffen». Es gilt, dieses Universum auszukundschaften und neue «Urknalle» zu erzeugen. Deshalb treffen in LITTLE BANGS improvisierende Musiker verschiedenster ästhetischer Ausrichtungen aufeinander (u. a. Ensemble X, Karl ein Karl, Thomas Ankersmit, Polwechsel, Trio Dörner-Lehn-Minton). Das Internationale Symposion mit Vorträgen, Performances, Konzerten und Workshops (29. - 31. Januar 2009) thematisiert improvisatorische Handlungen in und ausserhalb der Musik: Teilnehmer sind mithin auf Improvisation spezialisierte Musikfachleute (Nina Polaschegg, Walter Fähndrich, Stefan Fricke, Fred Frith, Reinhard Karger, Sebastian Kiefer, Urs Peter Schneider), sowie andere Spezialisten für das Unvorhersehbare: Toni Wäfler (sein «Institut Mensch in komplexen Systemen» der Hochschule für Angewandte Psychologie Olten versucht «bangs» gerade zu vermeiden und berät das Kernkraftwerk Leibstadt AG und sky guide), Dipl. Ing. Peter Vittali, die Dichter und Maultrommler Anton Bruhin, Bodo Hell, Michel Mettler und Peter Weber. Als Paralleluniversum zur Improvisation erforscht das Ensemble Phoenix Basel die Welt des Fluxus (Konzept-Musik).
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