Projekt

Zurück zur Übersicht

Die Kirchen Roms im Mittelalter 1050-1300. Liturgische Ausstattung und Architektur (Corpus Cosmatorum II) Bd. 4: Die Kirchen M-N

Titel Englisch The Churches of Rome in the Middle Ages 1050-1300, vol. IV; The Churches M-N
Gesuchsteller/in Claussen Peter Cornelius
Nummer 124424
Förderungsinstrument Projektförderung (spezial)
Forschungseinrichtung Kunsthistorisches Institut Universität Zürich
Hochschule Universität Zürich - ZH
Hauptdisziplin Kunstgeschichte
Beginn/Ende 01.04.2009 - 31.12.2010
Bewilligter Betrag 179'838.00
Alle Daten anzeigen

Keywords (21)

Mittelalterliche Kunst; Medieval Art; Sakralarchitektur; Church Architecture; Rom; Rome; Antikenrezeption; Revival of Antiquity; Kirhenausstattung; Church Furniture; Liturgie; Liturgy; Cosmaten; Cosmati; Middle Ages; Roman revival; Gregorian Reform; Marble Workers; Mosaics; Spolia; church furniture.

Lay Summary (Englisch)

Lead
Lay summary
Ziel des Projektes ist es, einen zuverlässigen, quellengestützten Katalog in sechs Bänden der ca. 120 erhaltenen oder überlieferten hochmittelalterlichen Kirchen Roms zu erstellen. Die Untersuchung berücksichtigt dabei besonders die römische Marmor- und Dekorationskunst, die unter dem Begriff "Cosmaten" zusammengefasst wird, und ihre Beziehungen zum Erbe der Antike. Während lange Zeit fast ausschliesslich das antike, frühchristliche und frühmittelalterliche Rom erforscht wurde, hat sich das Interesse in den letzten Jahrzehnten auf die hochmittelalterliche Zeit 1050-1300 verlegt. Die besondere Ästhetik der Sakralräume dieser Zeit, in denen mit immer neuen Ansätzen versucht wurde, die frühchristliche Grösse Roms zu erneuern (Renovatio), kann mit ihrer polychromen Marmorpracht als perfekter Ausdruck des durch die Gregorianische Reform gestärkten Papsttums angesehen werden. Heute können nur noch wenige Monumente von diesem einstigen Glanz Zeugnis ablegen. Die Mehrheit der römischen Kirchen des Mittelalters musste barocken Neubauten weichen oder hat ihre einstige Innenausstattung eingebüsst. Die Erschliessung aller erhaltenen Text- und Bildquellen erlaubt aber ein reiches und differenziertes Bild einer bislang wenig bekannten und dabei spezifisch römischen Kunst. Mit den Kirchen A-F wurde 2002 der erste von sechs Bänden vorgelegt. Der zweite Band, der S. Giovanni in Laterano und das benachbarte konstantinische Baptisterium behandelt, erschien 2008. Der dritte Band ist im Druck und wird 2009 erscheinen. Zur Zeit ist der vierte Band mit den Kirchen M-N in Bearbeitung mit solchen berühmten Denkmälern wie S. Maria Maggiore, S. Maria in Cosmedin und S. Maria in Trastevere.The project consists in generating a detailed and comprehensive catalogue (6 volumes) of the High Medieval churches of the City of Rome. The research is focusing on the art of the so-called 'Cosmati' and other 'marmorari' artists in medieval Rome and on the use of antique heritage in this period. The catalogue is dealing with the latest achievements of scholarly research in the field. While for long time the interest of significant scholars focused on Early Christian and Early Medieval art and architecture, in the last decades the research worldwide shifted to the period between 1050 and 1300. The particular aesthetics of the sacral spaces of the time, the polychromatic decoration and the predilection for precious marbles is neatly different from the artistic language used elsewhere in Europe but at the same time perfectly fitting to represent the Papacy on the apex of its claim to power. Today only a very few monuments still present the original setting typical of that period.
Direktlink auf Lay Summary Letzte Aktualisierung: 21.02.2013

Verantw. Gesuchsteller/in und weitere Gesuchstellende

Mitarbeitende

Verbundene Projekte

Nummer Titel Start Förderungsinstrument
111716 Die Kirchen Roms im Mittelalter 1050 - 1300. Liturgische Ausstattung und Architektur (Corpus Cosmatorum II) Bd. 2: S. Giovanni in Laterano, S. Giovanni in Forte, Bd. 3: Die Kirchen G-L, Bd. 4: Die Kirchen M-N 01.04.2006 Projektförderung (Abt. I-III)
65010 Die Kirchen Roms im Mittelalter 1050 - 1300. Liturgische Ausstattung und Architektur (Corpus Cosmatorum II) Bd. 2: Die Kirchen G-M. 01.01.2002 Projektförderung (Abt. I-III)
120738 Die Kirchen Roms im Mittelalter 1050-1300. Liturgische Ausstattung und Architektur (Corpus Cosmatorum II) Bd. 4: Die Kirchen M-N 01.04.2008 Projektförderung (Abt. I-III)
153229 Die Kirchen Roms im Mittelalter 1050-1300. Liturgische Ausstattung und Architektur (Corpus Cosmatorum II) Bd. 4: Die Kirchen M-N 01.01.2015 Resource not found: '6719210c-dfb7-4041-8e0f-2651e017958d'
65563 Die Kirchen der Stadt Rom im Mittelalter 1050-1300, A-F. Corpus Cosmatorum II,1. 01.09.2001 Publikationsbeiträge
120307 Corpus de la peinture médiévale à Rome: Vol. V: Rome et la culture gothique. Le XIIIe siècle 01.04.2008 Projektförderung (Abt. I-III)
101648 Die Kirchen Roms im Mittelalter 1050 - 1300. Liturgische Ausstattung und Architektur (Corpus Cosmatorum II) Bd. 2: Die Kirchen G-M. 01.01.2004 Projektförderung (Abt. I-III)

Abstract

Es soll ein auf sechs Bände angelegtes, begonnenes Corpus der hochmittelalterlichen Kirchen der Stadt Rom fortgesetzt werden, das seit Januar 2003 vom SNF gefördert wurde und dessen Förderung (100012-111716) zum 31. 3. 2008 ausläuft. Die kurze Dauer des letzten Förderungsantrags von 10 Monaten bemass sich nicht nach dem tatsächlichen Arbeitsaufwand, dieser würde einen Antrag auf zwei bis drei Jahre Förderung rechtfertigen, sondern war formell mit dem Datum meines Rücktritts als Professor am 28. 2. 2009 begründet.Der nun vorgelegte Antrag, der - wenn er zum 1. April 2009 beginnen könnte - am 31. September 2010 auslaufen würde, ist aus der Not geboren, die Zeit des Übergangs zu überbrücken, bis unter neuer Federführung die beiden letzten Bände des Corpus (Bd. 5 und 6) in Angriff genommen werden können. Die beantragte Dauer von 18 Monaten zielt nur auf die Fertigstellung des in Arbeit befindlichen Bandes 4: Die Kirchen M-N und ist eher knapp bemessen. Wenn in dieser Zeit das Rohmanuskript für die wichtigsten Kirchen erstellt werden kann, ist schon viel gewonnen. Bis zur Vorlage eines druckfertigen Manuskriptes wird dann aber noch einige Zeit vergehen, was insofern auch positiv zu sehen ist, als so die Möglichkeit eröffnet wird, weitere Quellen, die zur Zeit nicht zugänglich sind, einzuarbeiten. Das wird erst mit Wiedereröffnung der Bibliotheca Vaticana und ihrer Handschriftenabteilung im Jahr 2010 erfolgen können. Es wäre sehr wichtig für den bisher im Grossen und Ganzen erfolgreich und kontinuierlich fortschreitenden Gang dieser Forschung, wenn der Arbeitsprozess an Bd. 4 nicht ins Stocken geriete. Insofern bitte ich die Kommission des Schweizerischen Nationalfonds im vollen Bewusstsein, dass hier eine Ausnahme gemacht werden muss, um eine weitere Möglichkeit der Förderung unter meiner Leitung über das Datum meiner Pensionierung hinaus. Das Kunsthistorische Institut der Universität Zürich ist weiterhin und wie bisher bereit, die Forschung zu unterstützen, die finanzielle und personelle Verwaltung zu übernehmen und seine Infrastruktur zur Verfügung zu stellen. Eine entsprechende Zusicherung der Institutsleiterin, Frau Prof. Bettina Gockel, lege ich bei. Etwas unglücklich ist, dass auch bei einer Bewilligung des Antrags zwischen dem 31.1. und dem 1. April 2009 eine zweimonatige Lücke entsteht, in der die Mitarbeiter ohne Bezahlung sind. Falls es auf irgendeinem unbürokratischem Wege möglich ist, diese zwei Monate zu finanzieren, könnte der Antrag auf 14 Monate reduziert werden.Methodisch geht es zunächst um Sachforschung, die nützlich sein will. Ziel ist nicht so sehr eine Kunstgeschichte des römischen Mittelalters nach Entwicklungsgesichtspunkten, sondern letztlich die imaginative Wiedervergegenwärtigung einer grossen und sehr eigenen Kultur. So trocken die Materie zunächst daherkommt, so lebendig sind die Bezüge. Jeder Bau hat sein Einzelschicksal, hat seine Position in den widerstreitenden Parteien der Kirche und des Adels, ist selbst Zeichen und Repräsentation in einer Gesellschaft, in der es auf Zeichen und Unterscheidungen ankam. Jedes dieser "Schicksale" ist insofern Teil unserer eigenen Ideen- und Geistesgeschichte, als seine Zerstörung oder Erhaltung, seine Rezeption und Wiederinstandsetzung reflektiert werden kann und bis in die Gegenwart reicht.Die Erfassung der mittelalterlichen Kirchen Roms unter Berücksichtigung der Schrift- und Bildquellen der Renaissance erweist sich als ungeheuer anregende Rekonstruktion eines bisher wenig bekannten, bzw. weitgehend untergegangenen historisch-kunsthistorischen Kontinents. Architektur und liturgische Ausstattung römischer Kirchen bilden in der Darstellung eine vom historischen Kontext ausgehende und auf die liturgische und repräsentative Funktion hin zielende Einheit. Bd. 2 über S. Giovanni in Laterano ist Anfang 2008 publiziert worden. Bd. 3 mit den Kirchen G-L ist abgeschlossen und wird in diesem Jahr an den Verlag gehen. Der Druck wird 2009 erfolgen. Der Antrag betrifft konkret den vierten Band, für den schon in den letzten Jahren eine Reihe von Vorarbeiten erbracht wurde, ohne dass die gesteckten Ziele erreicht werden konnten. Der Arbeitsaufwand ist sehr gross. Als hinderlich hat sich die Schliessung der Biblioteca Vaticana ausgewirkt. Weniger nachteilig war die offizielle Schliessung der Bibliotheca Hertziana in Rom, in der ein Teil des Projektes angesiedelt ist. Dort haben meine Mitarbeiter und ich trotzdem Zugang zu den Büchern und auch einen Arbeitsplatz. Folgende Kirchen werden untersucht: (PCC)=P.C. Claussen; (DM)= Daniela Mondini; (DS)= Darko Senekovic.S. Marcello al Corso (DS); SS. Marcellino e Pietro (fertig PCC); S. Marco (DS); S. Maria dell’Anima (PCC); S. Maria Annunziata (DS); S. Maria in Aquiro (PCC); S. Maria in Aventino (DM); S. Maria de Cambiatoribus (PCC); S. Maria in Aracoeli (DM); S. Maria in Campitelli (PCC); S. Maria in Candelora in Banchi (DM); S. Maria in Cappella (PCC); S. Maria della Consolazione (DM); S. Maria in Cosmedin (MS); S. Maria de Curte (PCC); S. Maria in Domnica (DS); S. Maria Egiziaca (DS); S. Maria della Luce (PCC); S. Maria Maggiore (mit 50 S. liegt etwa der halbe Text vor PCC), S. Maria Sopra Minerva(PCC/DM); S. Maria in Monterone (PCC); S. Maria in Monticelli (DS); S. Maria della Pace (PCC); S. Maria in Pallara (DM); S. Maria del Popolo (DM); S. Maria in Portico (PCC); S. Maria del Priorato (Stefano Riccioni; S. Maria della Purificazione (DM); S. Maria Rotonda (Pantheon) (PCC); S. Maria in Tempulo (DM); S. Maria in Trivio (PCC); S. Maria in Scala Coeli (DS); S. Maria della Torre (PCC); S. Maria in Trastevere (Dale Kinney); S. Maria in Turri (besser zu Alt St. Peter); S. Maria in Via (DS); S. Maria in Via Lata (DS); S. Martina (PCC); S. Martino ai Monti (PCC/DS); S. Matteo in Merulano (DM); SS. Michele e Magno (PCC); SS. Nereo ed Achilleo (PCC/DM); S. Nicola di Calcario (DM); S. Nicola in Carcere (DS); S. Nicola dei Prefetti (DS); Überschlag 690 S.Darin enthalten ist die Vielzahl der römischen Marienkirchen mit solchen Grosskomplexen wie S. Maria Maggiore und S. Maria in Trastevere. Wie von Beginn an vorauszusehen ist an einen Abschluss des Vorhabens innerhalb der vom SNF gesetzten zeitlichen Grenzen nicht zu denken. Es ist als ein enormer Erfolg zu bewerten, dass innerhalb einer Gesamtförderungsdauer von 6 Jahren plus 10 Monaten etwa die Hälfte des Gesamtvorhabens geleistet wurde. Allerdings bleibt wie schon dargestellt Bd. 4 (Kirchen M-N) ein Torso. Diesen wichtigen Band möchte ich auf alle Fälle noch unter meiner Federführung beenden und dazu soll die hier beantragte Förderung dienen. Bd. 5 (S. Paolo fuori le mura, S. Pietro in Vaticano) und Bd. 6 (Kirchen P-V) sollten dann unter neuer Leitung aber - hoffentlich - mit meiner Beteiligung weitergeführt werden, während ich ausserdem (und nicht innerhalb des Projektes) an einem Ergebnisband arbeite.
-