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Öffentlichkeit und Diskurs: Die Donaueschinger Musiktage 1921-1926

English title Public Sphere and Discourse: The Donaueschingen Music Festival 1921-1926
Applicant Schmidt Matthias
Number 122582
Funding scheme Project funding (Div. I-III)
Research institution Musikwissenschaftliches Seminar Universität Basel
Institution of higher education University of Basel - BS
Main discipline Musicology
Start/End 01.10.2008 - 30.06.2011
Approved amount 90'000.00
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Keywords (8)

Musical Aesthetics; Source Studies; Historical Musicology; New Music; Aesthetics; History of Institutions; History of Media; Public Discourse

Lay Summary (German)

Lead
Lay summary
Die „Donaueschinger Musiktage“ stellen seit ihrer Gründung 1921 eines der renommiertesten Festivals für zeitgenössische Musik weltweit dar. Ihr bis heute ausserordentlicher Ruf geht zu einem beträchtlichen Teil auf jene ersten Jahre zurück, als sich das Festival mit aufsehenerregenden Uraufführungen ins Zentrum der kulturinteressierten Öffentlichkeit katapultierte. Die historische Besonderheit des Festivals liegt zum einen in der nüchternen Aufbruchstimmung begründet, die nach der Katastrophe des Ersten Weltkriegs auch in kulturellen Belangen einen Neuanfang einforderte, zum anderen im Wunsch der Veranstalter, alle Richtungen und Strömungen der internationalen zeitgenössischen Musik in ihren Programmen zu berücksichtigen. Bewusst siedelte sich das Donaueschinger Festival, dem Usus der Vorkriegszeit zum Trotz, jenseits der grossen Kulturzentren an. In der badischen Provinz sollte sich eine interessierte Öffentlichkeit einfinden, um im Diskurs von Komponisten, Publikum und Kritik sich ganz auf die zeitgenössische Musik konzentrieren zu können. Ziel des Forschungsprojektes ist es, einen distanzierten, weil quellenfundierten und -kritischen Einblick in die Beschaffenheit der Musikkultur der 1920er Jahre zu gewinnen. Dabei sind drei Schwerpunkte ins Auge zu fassen: 1. kompositionsgeschichtlich im Hinblick auf die innermusikalischen Kriterien von Erfolg und Misserfolg, aktuelle und spätere Wirkung und Bedeutung der Werke; 2. institutionengeschichtlich im Hinblick auf die damaligen internationalen Netzwerke der Neuen Musik; 3. schliesslich mediengeschichtlich und -ästhetisch im Hinblick auf das einzigartig rekonstruierbare Wechselverhältnis von Programmplanung und Presserezeption.Das Projekt wird einerseits detaillierte historische Kenntnisse über kompositorische und ästhetische , aber auch „tagespragmatische“ Urteilsbildungen zulassen; andererseits können damit im Besonderen die innere Funktionsweise eines Festivals sowie im Allgemeinen die Kommunikationswege der Musikkultur der 1920er Jahre differenziert erforscht werden. Zudem eröffnet sich durch die Untersuchung der frühen konstituierenden Jahre von „Donaueschingen“ eine weiterreichende Perspektive auf die zweite Jahrhunderthälfte, welche erhellende Einsichten über die Erfolgsdynamik des Festivals auch nach 1950 ermöglichen können.
Direct link to Lay Summary Last update: 21.02.2013

Responsible applicant and co-applicants

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126789 Anton Webern: Ausgabe sämtlicher Werke 01.10.2009 Project funding (Div. I-III)
152927 Concepts of improvisation and their impact on early 20th century art music 01.04.2014 Project funding (Div. I-III)

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