Project

Back to overview

The role of gastrointestinal satiety peptides in appetite control

English title The role of gastrointestinal satiety peptides in appetite control
Applicant Beglinger Christoph
Number 118330
Funding scheme Project funding (Div. I-III)
Research institution Abt. für Gastroenterologie und Hepatologie Universitätsspital Basel
Institution of higher education University of Basel - BS
Main discipline Endocrinology
Start/End 01.10.2007 - 30.09.2010
Approved amount 296'000.00
Show all

All Disciplines (2)

Discipline
Endocrinology
Pathophysiology

Keywords (9)

Human pathophysiology; food intake; regulation of appetite; pre-absorptive signals; PYY; GLP-1; GIP; neurotensin; ghrelin

Lay Summary (German)

Lead
Lay summary
Adipositas hat in den westlichen Ländern derartige epidemieähnliche Dimensionen angenommen, dass die Weltgesundheitsorganisation sich gezwungen sah dies als die grösste Bedrohung für die menschliche Gesundheit zu deklarieren. Es war deshalb noch nie so wichtig wie heute die Kontrollmechanismen des komplex regulierten Appetitvershaltens zu verstehen. Während soziale und gelernte Verhaltensweisen deutlich Auswirkungen auf das Mahlzeitenmuster haben, kommt peripheren Signalen aus dem Magendarmtrakt eine wichtige Rolle bei der komplexen Regulation der Energiebilanz zu. Dabei stimulieren Nahrungsbestandteile (Fett, Protein, Kohlenhydrat) die Sekretion von verschiedenen gastrointestinalen Hormonen wie zum Beispiel Glucagon-like Peptide-1 (GLP-1), Cholecystokinin (CCK) und Peptid YY (PYY). Diese Hormone beeinflussen die Verdauung und modulieren den Appetit. Sie werden deshalb auch als Sättigungshormone bezeichnet. Diese Sättigungshormone (CCK, PYY, GLP-1) bewirken auch eine Verlangsamung der Magenentleerung und bleibt die Nahrung länger im Magen und kann besser verdaut werden. Zusätzlich wird der Dünndarmtransit verzögert, so dass sich durch die verlängerte Verweildauer der Nahrung die Absorption verbessert. Mit unseren Studien haben wir in der Vergangenheit vor allem die physiologische Bedeutung einer adäquaten Fettverdauung in der Regulation der Nahrungsaufnahme zeigen können. Dabei kommt den unterschiedlichen Längen der freien Fettsäuren, die als Produkt der Fettverdauung entstehen, eine wesentliche Rolle in der Freisetzung der Sättigungshormone (CCK, PYY, GLP-1 und Ghrelin) zu. Schliesslich dokumentierten wir auch die Folgen einer spezifischen peripheren Blockade der CCK-1 Rezeptoren auf die Freisetzung der Sättigungshormone. Die Befunde deuten auf eine zentrale Bedeutung einer adäquaten Fett Verdauung für die Regulation der Nahrungsaufnahme. Die Beobachtungen unterstreichen, wie komplex die gesamte Verdauung reguliert wird. Interessant ist die Bedeutung der Nahrungssubstrate am Beispiel der verdauten Fette: freie Fettsäuren als Produkt der Fettverdauung sind in der Auslösung verschiedener verdauungs-assoziierter Prozesse wie der Stimulation der Gallenblasenkontraktion und der Pankreasenzym-Sekretion, der Hemmung der Magenentleerung, der Nahrungsaufnahme und des Appetites von entscheideneder Bedeutung; zu diesen Prozessen gehört auch die Regulation der Sekretion Sättigungs-Hormone. Ghrelin ist ein neu charakterisiertes gastrointestinales Hormon, das appetitfördernd wirkt und dessen Sekretion nicht nur durch Fette sondern auch durch Kohlehydrate jedoch nicht durch Proteine unterdrückt wird. Obwohl wir zeigen konnten, dass die Fettverdauung zur Suppression von Ghrelin beiträgt, sind viele Aspekte in diesem Regulationsmechanismus noch unklar. Präliminäre Resultate suggerieren, dass andere Faktoren aus dem Dünndarm eine Bedeutung in der Ghrelin Suppression nach der Nahrungsaufnahme haben könnten. Die Bedeutung von verschiedenen Nahrungskomponenten (Fett, Kohlehydrate, Proteine) als Regulationsmechanismus wurde jedoch bis jetzt noch nie detailliert untersucht. In den kommenden Monaten werden wir primär mittels enteraler oder parenteraler Gabe von unterschiedlichen Nahrungskomponenten deren Einfluss auf die Ghrelin-Sekretion bei gesunden Probanden untersuchen. In einem weiteren Schritt zur Klärung physiologischer und pathophysiologischer Mechanismen beim Sättigungsverhalten werden wir den Einfluss von Nahrungssubstraten bei gesunden, aber auch bei adipösen Menschen untersuchen. Möglicherweise lassen sich dabei unterschiedliche Muster auf die verschiedenen Nahrungsmittelkomponenten charakterisieren. Im Hinblick auf mögliche Unterschiede zu Adipösen sind Dünndarmperfusions-Untersuchungen geplant, um die spezifischen Wahrnehmungsunterschiede von Symptomen (zum Beispiel Sättigung oder Völlegefühl) verstehen zu können, aber auch um Differenzen in der Regulation der Hormonsekretion zu erfassen.
Direct link to Lay Summary Last update: 21.02.2013

Responsible applicant and co-applicants

Employees

Associated projects

Number Title Start Funding scheme
132960 Regulatory functions of the tasting gut 01.10.2010 Project funding (Div. I-III)
132960 Regulatory functions of the tasting gut 01.10.2010 Project funding (Div. I-III)
105928 The role of the gut in the regulation of appetite 01.10.2004 Project funding (Div. I-III)

-