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Interhemispheric balance of attention in humans. A transcranial magnetic stimulation project in healthy subjects and patients with neglect.

English title Interhemispheric balance of attention in humans. A transcranial magnetic stimulation project in healthy subjects and patients with neglect.
Applicant Nyffeler Thomas
Number 116074
Funding scheme Project funding (Div. I-III)
Research institution Abt. Kognitive und Restorative Neurologie Universitätsklinik für Neurologie Inselspital
Institution of higher education University of Berne - BE
Main discipline Neurology, Psychiatry
Start/End 01.07.2007 - 31.03.2011
Approved amount 296'000.00
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Keywords (6)

eye movements; visual exploration; attention; visuospatial processing; repetitive transcranial magnetic stimulation; brain disease

Lay Summary (German)

Lead
Lay summary
Die visuelle Aufmerksamkeit wird durch zahlreiche Regionen in beiden Hirnhälften kontrolliert. Eine Verletzung dieses Netzwerkes innerhalb einer Hirnhälfte resultiert in einer Störung der visuellen Aufmerksamkeit, am häufigsten in Form eines sogenannten Neglekts (Halbseitenvernachlässigung zur Gegenseite der Schädigung). Neue Studien haben aufgezeigt, dass die Symptome eines Neglekts durch ein funktionelles Ungleichgewicht zwischen beiden Hirnhälften zustande kommen. Dabei scheint die intakte Hirnhälfte die geschädigte zusätzlich zu hemmen, was dazu beiträgt, dass sich diese Symptome nur zögerlich erholen können. Für eine Verbesserung der Neglektrehabilitation wäre es deshalb wichtig, dieses Ungleichgewicht zu reduzieren und so die Rehabilitationsmöglichkeiten dieser Störung zu verbessern. Dies scheint mittels der sogenannten repetitiven transkraniellen Magnetstimulation (rTMS) möglich zu sein, welche ungefähr eine Minute dauert und einen hemmenden Effekt von 10 bis 30 Minuten haben kann. Neuste Studien haben gezeigt, dass sich der Effekt der rTMS durch mehrmalige Applikationen verlängern lässt. Somit ist die Grundlage für einen klinischen Einsatz gegeben.Das Ziel des Nationalfondsprojektes ist es zu untersuchen, ob mittels rTMS die Symptome des Neglekts bei Patienten reduziert und allenfalls längerfristig beeinflusst werden können. Dazu wählen wir zwei Ansätze: 1) Studien bei Neglekt-Patienten und 2) Studien mit gesunden Versuchspersonen. Bei Neglekt-Patienten nach Hirnschlag werden wir mittels einer Applikation von rTMS die intakte Hirnhälfte kurzzeitig hemmen. Um den rTMS Effekt auf die visuelle Aufmerksamkeit zu evaluieren, werden wir die Augenbewegungen während des Betrachtens von verschiedenen Bildern vor und nach Stimulation aufzeichnen. Wenn das Ungleichgewicht durch die Magnetstimulation vermindert wird, erwarten wir, dass sich die visuelle Aufmerksamkeit verbessert. Sollte dies möglich sein, so ist in einem zweiten Schritt vorgesehen, mit mehreren rTMS Applikationen den Effekt zu verlängern.Da Unterschiede zwischen der Funktion des Stirnlappens und des Scheitellappens in der Kontrolle der visuellen Aufmerksamkeit bestehen, werden wir bei gesunden Versuchpersonen mittels rTMS untersuchen, welche der beiden Regionen für das Gleichgewicht zwischen den beiden Hirnhälften wichtiger ist.
Direct link to Lay Summary Last update: 21.02.2013

Responsible applicant and co-applicants

Employees

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Number Title Start Funding scheme
155954 Interference with gesture control and transcallosal white matter integrity: A theta-burst stimulation and diffusion tensor imaging study in apraxia after stroke 01.05.2015 Project funding (Div. I-III)
140696 Motion and spatial neglect 01.07.2012 Project funding (Div. I-III)

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