Project

Back to overview

Sichtbare Religiöse Identität, Differenzwahrnehmung und Konflikt

English title Visible Religious Identity in Public Debate
Applicant Lüddeckens Dorothea
Number 115735
Funding scheme NRP 58 Religions, the State and Society
Research institution Religionswissenschaftliches Seminar Theologische Fakultät Universität Zürich
Institution of higher education University of Zurich - ZH
Main discipline Religious studies, Theology
Start/End 01.09.2007 - 31.07.2011
Approved amount 340'765.00
Show all

All Disciplines (2)

Discipline
Religious studies, Theology
Sociology

Keywords (5)

Religious identity ; visual culture ; religious architecture ; dress codes; conflict

Lay Summary (German)

Lead
Lay summary
Kurzzusammenfassung

Das Projekt untersucht anhand aktueller Beispiele ("Kopftuchdebatte", "Minarettstreit" u.a.), wie sichtbare Kennzeichen religiöser Identität in der pluralistischen Gesellschaft zur Wahrnehmung kultureller Differenz und Fremdheit beitragen, unterschiedlich bewertet und Gegenstand öffentlich ausgetragener Konflikte werden können.

Zusammenfassung

Hintergrund
Mit religiösen Traditionen verbinden sich spezifische visuelle Kulturen. Besondere Formen von Architektur, Kleidung, Bildern usw. sind für die Identität vieler Religionsgemeinschaften von zentraler Bedeutung, begründen sie doch Wiedererkennungsmuster und wirken als Identitätsmarker. Die zunehmende Diversität von Religionsgemeinschaften hat eine Pluralisierung visueller Identitätsrepräsentationen im öffentlichen Raum zur Folge. Wie aktuelle Beispiele zeigen, kann deren Nebeneinander unter bestimmten Bedingungen zu Spannungen, Divergenzen und Konflikten führen.

Ziel
Das Projekt untersucht aktuelle Fallbeispiele im Schweizer Kontext, in denen die visuelle Kodierung religiöser Identität im öffentlichen Raum zum Konflikt einer Religionsgemeinschaft mit der Mehrheitsgesellschaft führte. Untersucht werden Voraussetzungen und Auslöser der Konflikte, der Konfliktverlauf und die Positionen der darin relevanten Akteure. Im Zentrum steht die Frage, wie die involvierten Akteure sichtbare Zeichen religiöser Identität im Bereich von Kleidung und Bauten wahrnehmen und beurteilen bzw. welche Bedeutung und welchen Stellenwert sie ihnen für die eigene oder fremde religiöse Orientierung zuschreiben.


Bedeutung
Die Bedeutung visueller Identitätsrepräsentation für religiöse Gemeinschaften und deren Wahrnehmung durch ihr gesellschaftliches Umfeld sind bislang kaum Gegenstand religionswissenschaftlicher und religionssoziologischer Forschung gewesen. Prozesse der visuellen Selbstrepräsentation, damit verbundene Spannungspotentiale und Konflikte werden von den beteiligten Akteuren meist nur oberflächlich verstanden und können von betroffenen Gemeinwesen und Behörden meist nur sehr pragmatisch ad hoc bearbeitet werden. Das Projekt soll dazu beitragen, dass Prozesse visueller Identitätsrepräsentation und damit verbundene Konflikte besser verstanden werden, was mittelbar durch Versachlichung der Debatten auch zur Konfliktprävention oder -lösung beitragen kann.
Direct link to Lay Summary Last update: 21.02.2013

Responsible applicant and co-applicants

Employees

Associated projects

Number Title Start Funding scheme
134840 Däbtäras und "Zauberrollen": Intermedialität und religiöse Autorität in Äthiopien 01.05.2011 Project funding (Div. I-III)
150183 Transformationen städtischer Sakraltopographien (1850-2010). Am Beispiel von sieben Schweizer Städten 01.01.2014 Project funding (Div. I-III)
153078 Däbtäras und "Zauberrollen": Intermedialität und religiöse Autorität in Äthiopien 01.05.2014 Project funding (Div. I-III)
162478 Der Zwetschgenkrieg: Ein antijüdisches Pogrom während der Helvetik (1802) und seine Rezeption in Geschichtsschreibung, Gebrauchsgeschichte und religiöser Erinnerungskultur 01.08.2016 Project funding (Div. I-III)

-