Project

Back to overview

Close Encounters: Zum Verhältnis von Kino und Psychoanalyse

Applicant Rall Veronika Gabriele
Number 114454
Funding scheme Marie Heim-Voegtlin grants
Research institution Seminar für Filmwissenschaft Universität Zürich
Institution of higher education University of Zurich - ZH
Main discipline Theatre and Cinema
Start/End 01.10.2006 - 30.09.2008
Approved amount 94'384.00
Show all

Keywords (5)

Filmtheorie; Wissenschaftsgeschichte; Feminismus; Psychoanalyse; Filmwissenschaft

Lay Summary (German)

Lead
Lay summary
Seit Mitte der 70er Jahre des letzten Jahrhunderts bis in die Gegenwart stellt die Psychoanalyse die filmwissenschaftliche Theorie, anhand dessen Filme gelesen und das Kino - d.h. das Verhältnis des Publikums zur Leinwand - bestimmt wird. Insbesondere Theorien aus dem angloamerikanischen Raum aber auch in Arbeiten, die sich mit der Geschlechterdifferenz im Film beschäftigen, markiert die Psychoanalyse nicht einen Blickwinkeln unter anderen, sondern das zentrale Paradigma.Einige Begriffe heissen Schaulust und Voyeurismus, Identifikation und Narration, Begehren und Macht. Der Psychoanalyse als analytischer Theorie kommt in diesem Verhältnis die Rolle des Meisters/ des Werkzeugs zu, dem Film als Material die des Knechts/ des Steinbruchs.
Das Anliegen der Dissertation „Close Encounters: Zum Verhältnis von Kino und Psychoanalyse“ ist es, die Beziehung genealogisch neu zu bestimmen, das heisst, die Vergangenheit aus der Sicht gegenwärtiger Institutionen und Praktiken zu beurteilen. Das hiesse auch, die Geschichte als unregelmässige, unkontinuierliche, unvorhersehbare Wechselwirkung zwischen beiden Kulturpraktiken zu erforschen.
Schliesslich soll das Verhältnis von Psychoanalyse und Kino mit einem von dem Philosophen Jacques Derrida entworfenen Verfahren „dekonstruiert“ werden: Statt anhand der Psychoanalyse das Kino zu untersuchen, soll anhand des Kinos sowie spezifischer Filme, die sich mit der Psychoanalyse auseinander setzen, ein Blick auf die Psychoanalyse geworfen werden. Es soll erforscht werden, wo die Techniken und Gestaltungsmittel des Kinos Inhalte der Psychoanalyse formen. In der "Kinoanalyse" soll ein dritter Terminus gefunden werden, der beide Praktiken und Darstellungsformen reflektiert.
Direct link to Lay Summary Last update: 21.02.2013

Responsible applicant and co-applicants

Employees

-